Mehr als 770.000 Arbeitsplätze in drei Bereichen ausgesetzt

Die Beschäftigungssituation in der Dominikanischen Republik infolge der drohenden Ausbreitung von Covid-19 ist schlimmer als es scheint, denn allein in den Bereichen Tourismus, Bauwesen und Freihandelszonen sind derzeit mehr als 770.000 Beschäftigte suspendiert.


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Bis gestern waren im Freihandelszonensektor, der 172.000 formelle Mitarbeiter beschäftigt, etwa 160.000 suspendiert, erklärte José Manuel Torres, Exekutiv-Vizepräsident der Dominikanischen Vereinigung der Freihandelszonen (Adozona), gegenüber El DÍA.

Der Tourismus, der am stärksten betroffene Sektor von allen, konzentriert mehr als 360.000 Arbeitsplätze, von denen 150.000 Hotelangestellte sind, so Andrés Marranzini, Vizepräsident des nationalen Hotel- und Gaststättenverbandes (Asonahores).

Weder er noch Joel Santos, der ehemalige Präsident dieser Organisation, wollten Einzelheiten über die Zahl der zu diesem Zeitpunkt suspendierten Mitarbeiter nennen, aber der Ökonom Henri Hebrard schätzt, dass sie zwischen 80 und 90% liegen sollte, was in absoluten Zahlen zwischen 288.000 und 324.000 bedeutet.

Dies kommt zu den 700.000 indirekten Arbeitsplätzen in diesem Wirtschaftssektor hinzu, die in der Regel durch Transport, Werkstätten, Schönheitssalons, Handwerker und Souvenirgeschäfte genutzt werden.

Auch der Bausektor ist in seiner Gesamtheit gelähmt, so die Präsidentin des Verbandes der Bau- und Wohnungsbauunternehmen (Acroprovi), Susi Gatón, die sagte, dass allein diese Regel mehr als 300.000 Arbeitsplätze bewegt.
Dazu gehören Trockenbauarbeiter, Maurer, Baumeister und Arbeiter.
„Wir stoppen alle Bauarbeiten, um die Ausbreitung von Covid-19 unter unseren Arbeitern, die öffentliche Verkehrsmittel benutzen, zu verhindern“, sagte Susi Gatón.

Schwer getroffen hat es auch den Industriesektor, mit fast 500.000 Arbeitsplätze. Der Prozentsatz der beurlaubten oder gekündigten Angestellten in diesem Sektor ist jedoch noch nicht ermittelt worden, da Unternehmen, die mit der Lebensmittelproduktion zu tun haben, weiterhin arbeiten, sagte Celso Juan Marranzini, Präsident des Industrieverbandes der Dominikanischen Republik (AIRD). „Wir konzentrieren uns darauf sicherzustellen, dass diese Arbeitsplätze nicht verloren gehen“, sagte er.

Hebrard: Viele sind bereits in Armut gefallen und wissen es nur noch nicht!

Der Ökonom Henri Hebrard sagte, dass es bereits viele suspendierte und beurlaubte Mitarbeiter gibt, die wieder in die Armut zurückgefallen sind, aber sie wissen es noch nicht.

Diese „quincena“ war noch mit Glück für viele Arbeiter, weil einige von ihnen Urlaubsgeld ausgezahlt oder wöchentlich bezahlt werden.

Hebrad sagte jedoch, dass die nächsten zwei Wochen könnten schlimm werden, da viele Firmen darüber nachdenken, Verträge auszusetzen.

„Wir müssen versuchen, den Unternehmen so wenig Anreize wie möglich zu geben, Menschen zu entlassen, und arbeitenden Bevökerung Geld zu geben, damit sie essen können. Jetzt spielt das Defizit keine Rolle mehr“, sagte er.

Die arbeitende Bevölkerung des Landes beträgt 4,7 Millionen.

Die Erwerbstätigen im Land nach Wirtschaftszweigen (Daten der Banco Central):

Landwirtschaft und Viehzucht (Agricultura y Ganadería): 412.824
Industrie (Industrias): 492.344
Elektrizität und Wasser (Electricidad y Agua): 50.362
Bauwesen (Construcción): 332.508
Handel (Comercio): 955.730
Hotels, Bars und Restaurants (Hoteles, Bares y Restaurantes): 363.647
Verkehr und Kommunikation (Transporte y Comunicación): 338.298
Finanzen und Versicherung (Intermediación Financiera y Seguros): 113.762
Öffentliche Verwaltung und Verteidigung (Administración Publica y Defensa): 257.089
Gesundheit und Hilfe (Salud y Asistencia): 204.680
Andere Dienstleistungen (Otros servicios): 906.886

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Quelle: eldia.com.do

 

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