ersetzt ältere 60-Megawatt-Einheit

230-Megawatt-Barkraftwerk erreicht Azua

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Der Consejo Unificado de las Empresas Distribuidoras de Electricidad (CUED) gab die Ankunft eines schwimmenden Kraftwerks mit einer Leistung von 230 Megawatt in Azua bekannt.

Es ersetzt eine ältere Anlage, die bislang 60 Megawatt erzeugte.

Laut einer Pressemitteilung des Gremiums legte die Barke im Hafen Puerto Los Negros in Azua an und wird von ihrem Eigentümer, dem türkischen Unternehmen Karpowership, betrieben. Ziel ist es, die Stabilität der nationalen Stromversorgung zu stärken.

Der CUED erklärte, die Entscheidung sei auf die geringe Erzeugungsreserve im nationalen Stromsystem zurückzuführen, die durch Verzögerungen bei der Inbetriebnahme neuer privater Kraftwerke entstanden ist.

Das Abkommen hat eine Laufzeit von zwei Jahren, da die bestehenden Verträge für die beiden anderen Karpowership-Bargen Ende 2026 auslaufen.

Mit dieser temporären Ergänzung soll ein Stromdefizit während Wartungsarbeiten oder bei Ausfällen anderer Kraftwerke im Sistema Eléctrico Nacional Interconectado (SENI) vermieden werden.

„Diese Maßnahme stellt sicher, dass weder die Verbraucher noch die nationale Wirtschaft von Unterbrechungen betroffen sind, während die neuen Erzeugungseinheiten ans Netz gehen“, so die Mitteilung des CUED.

Zugleich stellte die Institution klar, dass es sich nicht um eine zusätzliche vierte Barke, wie in einigen Medien berichtet, sondern um eine vorübergehende Ersatzanlage mit höherer Leistung handelt. Sie operiere unter denselben Vertragsbedingungen mit Karpowership und am selben Standort.

Umweltschützer und verschiedene gesellschaftliche Gruppen haben jedoch gegen den Betrieb der schwimmenden Kraftwerke im Hafen von Puerto Los Negros protestiert. Sie argumentieren, dass deren Tätigkeit die Wasserqualität beeinträchtige, zum Tod tausender Fische führe und das marine Ökosystem insgesamt schädige.