Das Nationale Lohnkomitee hat an diesem Montag eine Erhöhung des Mindestlohns für Beschäftigte im Hotel-, Bar- und Gaststättengewerbe beschlossen, die ab dem 1. Juni in zwei Etappen umgesetzt wird.
Bei der wöchentlichen Pressekonferenz „La Semanal con la Prensa“ teilte Arbeitsminister Eddy Olivares mit, dass Regierung, Unternehmer und Arbeitnehmervertreter sich auf eine Lohnerhöhung von 30 % im Hotelsektor und 25 % für Bars und Restaurants geeinigt haben.
Lohnerhöhungen erfolgen schrittweise
Olivares erklärte, dass im Hotelsektor ab dem 1. Juni 2025 der Mindestlohn zunächst um 15 % auf 19.320 RD$ steigt. Die restlichen 15 % folgen am 1. Juni 2026, wodurch der Mindestlohn auf 21.840 RD$ ansteigt.
Für die Beschäftigten in Bars und Restaurants wird der Lohn zunächst ab dem 1. Juni 2025 um 13 % erhöht, der verbleibende Anstieg um 12 % erfolgt am 1. Juni 2026.
Der Arbeitsminister betonte, dass diese Vereinbarung das Ergebnis eines Konsenses zwischen den produktiven Sektoren sei und dass das dominikanische Modell des dreiseitigen Dialogs international als Vorbild gelte, anerkannt durch die Internationale Arbeitsorganisation (ILO).
Sitzung des Nationalen Lohnkomitees
Nach dem Treffen am Montag im Arbeitsministerium unterstrich Gewerkschaftsvertreter Próspero Juan die Bedeutung der Lohnerhöhung für das Wohl tausender Arbeitnehmer. Er forderte die Regierung zugleich auf, eine Gehaltsindexierung zu prüfen, um zu verhindern, dass die Lohnerhöhung durch höhere Einkommenssteuerabzüge wieder relativiert wird.
Der Unternehmer Juan Bancalari, Vertreter des Hotelsektors, wies unterdessen negative Vorstellungen über Löhne im Tourismussektor zurück. Seinen Angaben zufolge betrügen die tatsächlichen Monatseinkommen – inklusive Trinkgelder, Transport, Verpflegung und weiterer Leistungen – bereits durchschnittlich 37.300 RD$ und seien somit schon vor der Erhöhung höher als der bisherige Mindestlohn.
