In der Dominikanischen Republik steigen in dieser Woche die Preise für Normalbenzin und regulären Diesel um jeweils drei Pesos pro Gallone. Nach Angaben der Regierung ist der Anstieg vor allem auf höhere internationale Ölpreise und die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Iran zurückzuführen.
Für den Zeitraum vom 22. bis 28. August kostet eine Gallone Normalbenzin nun RD$310,50, regulärer Diesel RD$262,80. Andere wichtige Kraftstoffe bleiben dagegen unverändert. Premiumbenzin kostet weiterhin RD$341,10, optimaler Diesel RD$293,10 und Flüssiggas (GLP) RD$135,20 pro Gallone. Erdgas bleibt bei RD$43,97 pro Kubikmeter.
Auch Avtur, Kerosin und verschiedene Schweröle wurden teurer.
Nach Darstellung der Regierung haben die internationalen Ölpreise in den vergangenen zwei Wochen deutlich angezogen. Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) erreichte dem Bericht zufolge die höchsten Werte seit rund einem Monat.
Als wesentlichen Grund nennt die Regierung die zunehmende Unsicherheit über die Ölversorgung aus dem Nahen Osten. Verschärfte US-Sanktionen gegen Iran sowie festgefahrene Verhandlungen zwischen beiden Staaten hätten die Sorge vor möglichen Lieferproblemen erhöht. Auch die Situation rund um die Straße von Hormus spiele dabei eine Rolle, da diese zu den wichtigsten Transportwegen für Öl und andere Energieträger gehört.
Für die Preisentwicklung reicht dabei bereits die Erwartung möglicher Lieferausfälle aus. Eine tatsächliche Unterbrechung der Versorgung ist nicht erforderlich, um die internationalen Marktpreise steigen zu lassen.
Regierung setzt Subventionen fort
Da die Dominikanische Republik einen erheblichen Teil ihrer Kraftstoffe importiert, wirken sich Veränderungen auf den internationalen Märkten unmittelbar auf die Kosten im Land aus.
Die Regierung übernimmt weiterhin einen Teil dieser Mehrkosten. Für die laufende Woche wurden nach den vorliegenden Angaben insgesamt RD$1,312 Milliarden für Kraftstoffsubventionen bereitgestellt.
Beim regulären Diesel beträgt die Unterstützung demnach bis zu RD$101,48 pro Gallone, beim Normalbenzin RD$39,01 pro Gallone. Dadurch soll verhindert werden, dass der vollständige Anstieg der internationalen Preise an Verbraucher weitergegeben wird.
Die Maßnahme ist Teil des im Juni angekündigten Antikrisenplans. Nach Angaben des Ministeriums für Industrie, Handel und Kleinstunternehmen liegen die aktuellen Kraftstoffpreise weiterhin nicht über den damals festgelegten Obergrenzen.
Im bisherigen Verlauf des Jahres 2026 hat die Regierung laut Bericht mehr als RD$27 Milliarden zur Stabilisierung der Kraftstoffpreise eingesetzt.
Wie sich Benzin- und Dieselpreise in den kommenden Wochen entwickeln, wird damit weiterhin wesentlich von den internationalen Ölpreisen und der geopolitischen Lage beeinflusst.
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