Ziel: Erbansprüche auf Grundstücke geltend zu machen

Bezirksleiter mit gefälschten Geburtsurkunden verhaftet – mutmaßlicher Betrug bei Erbansprüchen in Punta Rucia

Lesedauer: 2 Min.

Im Rahmen eines Geheimdiensteinsatzes, durchgeführt von Inspektoren, Beamten der Nationalpolizei sowie Mitgliedern der Staatsanwaltschaft in Zusammenarbeit mit der Zentralen Wahlbehörde (Junta Central Electoral, JCE), wurde der Bezirksleiter des Gemeindebezirks Monserrat in Neyba, Egar Juan Aníbal Ramírez Reyes, festgenommen.

Er wurde in Baní, Provinz Peravia, nach einer Verfolgungsjagd aus der Hauptstadt gestellt, während er einen weißen Mitsubishi-Canter-LKW mit dem Kennzeichen S018901 steuerte.

Dem Beamten wird vorgeworfen, Geburtsurkunden gefälscht zu haben, die zur Erschleichung von Erbansprüchen in Punta Rucia, Puerto Plata, genutzt wurden.

Bei seiner Festnahme wurden mehrere amtliche Registerbücher sichergestellt, die zur Standesbehörde von Neyba gehörten, jedoch gestohlen wurden. Diese Bücher sollen laut den Ermittlungen dazu verwendet worden sein, Einträge zu löschen und neue, gefälschte Informationen einzutragen.

Anschließend seien falsche Geburtsurkunden ausgestellt worden, um vorzutäuschen, dass bestimmte Personen Nachkommen anderer seien – mit dem Ziel, Erbansprüche auf Grundstücke geltend zu machen.

Ein Beispiel ist der Fall der Firma Franasyl, C. por A., die eine offizielle Untersuchung bei der JCE beantragt hatte. Es ging um die Fälschung einer Geburtsurkunde, die benutzt wurde, um angeblich eine Erbschaft von Carlos López Westen in Punta Rucia zu beanspruchen.

Laut Anzeige handelt es sich um eine kriminelle Vereinigung, bestehend aus Personen mit umfangreicher krimineller Erfahrung, die – unter anderem durch Geldzahlungen oder das Versprechen von Grundstücken am Strand La Ensenada, Punta Rucia – die Kooperation von Standesbeamten gewinnen konnten, um ihre Machenschaften in eine gesetzlich scheinbar legitime Form zu bringen.

Zur mutmaßlich involvierten Gruppe gehören laut Anzeige auch:

  • Dr. Mario Antonio Castillo Jiménez, Rechtsanwalt,
  • sowie Ing. Gregorio Domínguez Domínguez, der als Bevollmächtigter angeblicher Erben von Carlos López Westen auftritt.

Zudem sei Gregorio Domínguez Domínguez laut Akten bereits im Jahr 2006 wegen mutmaßlichen Betrugs und Organisation illegaler Reisen nach Kanada vom Zweiten Untersuchungsgericht des Justizdistrikts Santo Domingo (Strafbefehl Nr. 367-2006) zu einem Jahr Untersuchungshaft in der Strafanstalt La Victoria verurteilt worden.

Die Zentrale Wahlbehörde hatte bereits 2012 – gestützt auf eine Reihe von Inspektionsberichten vom 19., 25., 27. April sowie 2., 4., 7., 9. und 10. Mai – empfohlen, Egar Juan Aníbal Ramírez Reyes sowie alle weiteren in die Fälschung öffentlicher Dokumente verwickelten Personen der Justiz zu übergeben.