Die Hotelbranche in Lateinamerika erlebt eine Phase soliden Wachstums, doch es ist die Dominikanische Republik, die mit der spektakulären Beschleunigung ihres touristischen Ausbauprogramms die Schlagzeilen beherrscht.
Laut dem Trendbericht von Lodging Econometrics für das dritte Quartal 2025 festigt das karibische Land nicht nur seine Position im regionalen Ranking, sondern verzeichnet ein regelrechtes Wachstumsexplosion: Die Pipeline der Hotelbauprojekte der Dominikanischen Republik umfasst 81 Projekte mit insgesamt 17.351 Zimmern.
Bemerkenswert ist vor allem die Dynamik dieses Anstiegs. Diese Zahlen entsprechen einem Zuwachs von 37 % bei der Zahl der Hotelprojekte und einem robusten Anstieg von 20 % bei den Zimmerkapazitäten im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Dominikanische Republik behauptet sich damit als renditestarker Investitionsstandort.
Lateinamerika mit Rekordzahlen
Die Region schließt das dritte Quartal mit insgesamt 751 Hotelbauprojekten ab, die sich auf 116.480 Zimmer verteilen. Dies entspricht einem Wachstum von 17 % bei den Projekten und 11 % bei den Zimmern gegenüber 2024 – ein Hinweis auf eine nachhaltige Erholung und eine anhaltend starke Investitionsbereitschaft.
Der Bericht von Lodging Econometrics hebt hervor, dass insbesondere das Luxussegment den Takt vorgibt und einen historischen Rekord in der Bautätigkeit erreicht. Die Luxusklasse umfasst 143 Projekte mit 27.387 Zimmern. Dicht dahinter folgen Hotels der oberen Kategorie mit 124 Projekten und 22.420 Zimmern, was zeigt, dass Investitionen zunehmend in hochwertige Segmente fließen.
Bis zum Ende dieses Quartals verzeichnet die Region 28 Projekte in aktiver Bauphase (5.083 Zimmer) und 173 Renovierungsprojekte (29.200 Zimmer), was verdeutlicht, dass auch die Modernisierung bestehender Infrastruktur ein Schwerpunkt bleibt.
Mexiko führt im Volumen; die Dominikanische Republik im Wachstum
Mexiko bleibt geografisch führend und erreicht mit 264 Hotelbauprojekten und 40.412 Zimmern einen historischen Höchststand, was 35 % der gesamten regionalen Pipeline ausmacht.
Es folgen Brasilien mit 123 Projekten und 16.272 Zimmern sowie die Dominikanische Republik, die gemeinsam den Kern der Hotelinvestitionen bildet. Zusammen entfalten diese drei Länder 62 % aller Projekte und 64 % der Zimmerkapazitäten der Region.
Bei den Städten liegen Mexiko-Stadt (28 Hotels), Lima (16 Projekte) und Riviera Maya (16 Projekte) vorn. Doch der Investitionsschub in der Dominikanischen Republik ist es, der das touristische Landschaftsbild am schnellsten verändern dürfte.
Mit der Eröffnung von 45 neuen Hotels in ganz Lateinamerika in den ersten neun Monaten des Jahres sind die Aussichten positiv. Lodging Econometrics erwartet, dass die Region 2025 mit 80 neuen Hotels abschließen wird und prognostiziert weiteres Wachstum für 2026 und 2027, mit geplanten 121 bzw. 134 Neueröffnungen.
Das karibische Land liefert mit seinem Wachstum von 37 % nicht nur ein erweitertes Tourismusangebot, sondern stärkt laut Diario Digital auch die Dynamik und das Vertrauen in die gesamte regionale Wirtschaft.
