Die Dominikanische Republik exportierte im vergangenen Jahr Agrarprodukte im Wert von 3,274 Milliarden US-Dollar.
Dieser Anstieg der Ausfuhren verdeutlicht das Wachstum des Sektors und seinen Beitrag zur Ernährungssicherheit des Landes.
Das erklärte Landwirtschaftsminister Limbert Cruz und betonte, dass das Land nicht nur seine Eigenproduktion stärke und die Ernährungsunsicherheit verringere, sondern sich auch weltweit als verlässlicher Akteur positioniere.
In seiner Rede zur Eröffnung des XXVII. Treffens der Agrarwirtschaftsführer, das vom 3. bis 5. im Kongresszentrum der Barceló-Hotels stattfindet, erläuterte er die Entwicklung: 2020 betrugen die Exporte 2,222 Milliarden US-Dollar, 2022 waren es 2,938 Milliarden, 2023 lagen sie bei 2,853 Milliarden und 2024 stiegen sie schließlich auf 3,274 Milliarden US-Dollar.
Der Minister hob hervor, dass der Schlüssel im Zusammenspiel von Forschung, Beratung, Qualität, Infrastruktur und ergänzender Politik liege. Dadurch sei die dominikanische Landwirtschaft immer stärker mit den aktivsten und renommiertesten Märkten weltweit vernetzt.
Cruz, der verriet, dass er seinen ersten Exportcontainer bereits mit 17 Jahren verschickte, unterstrich, dass die umfassende Strategie den Sektor auf einen Weg zu mehr Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit führe.
Er erklärte, dass die Dominikanische Republik nicht nur ihre Eigenversorgung sichere und die Ernährungsunsicherheit reduziere, sondern sich auch als verlässlicher Partner im internationalen Handel etabliere.
Der Landwirtschaftsminister, vorgestellt vom ehemaligen Minister Osmar Benítez, Leiter der Dominikanischen Agrarwirtschaftlichen Vereinigung (JAD), sowie von Fernando Serrano, Präsident des Verwaltungsrats, erklärte, dass allein 2024 ein Anstieg von 17,9 % verzeichnet wurde – mit starken Zuwächsen bei Früchten und Gemüse sowie einem bemerkenswerten Sprung des Tabaksektors, der die Marke von 1,3 Milliarden US-Dollar überschritt.
Als wichtigen Meilenstein bezeichnete er die Wiedereröffnung des Rindfleischmarktes in den USA, die das Vertrauen in die nationale Qualität bestätige. Zugleich verwies er auf historische Verbesserungen bei der Ernährungssicherheit.
„Die Unterernährung im Land ist auf 3,6 % gesunken, mit dem Ziel, sie in den kommenden Jahren auf 2,5 % zu reduzieren – ein Wert, der weit unter dem weltweiten Durchschnitt (8,2 %), dem der Karibik (17,5 %) und dem von Lateinamerika (7,8 %) liegt. Damit wird die Dominikanische Republik zu einem regionalen Vorbild im Kampf gegen den Hunger“, erklärte Cruz.
Unterstützung für die Produzenten
Der Minister stellte klar, dass die Erfolge des Sektors ohne die direkte Unterstützung der Produzenten nicht möglich gewesen wären – ein ständiges Ziel der aktuellen Regierung unter Präsident Luis Abinader.
Er nannte den Bau und die Sanierung von mehr als 6.800 Kilometern landwirtschaftlicher Wege, die den Transport der Ernte und den Zugang zu Märkten erleichtert haben.
„Über 3,3 Millionen tareas Land wurden für Kleinbauern vorbereitet, wodurch Anfangskosten gesenkt und Inklusion gefördert wurden. Außerdem wurden mehr als 2.000 Brunnen gebohrt sowie Stauseen und Kanäle gebaut, um die Wasserversorgung und effiziente Bewässerungssysteme sicherzustellen“, erklärte er.
Cruz betonte, dass die Entwicklung der Landwirtschaft auf Taten und nicht auf Versprechen beruhe. Deshalb habe die Regierung ergänzende Maßnahmen zur Stärkung der Exportwettbewerbsfähigkeit eingeführt. Dazu gehören Kühlketten und Sammelstellen, ausgestattet mit modernen Technologien wie Bestrahlung und Hydrothermie, die die Haltbarkeit der Exportprodukte sichern.
Er wies auch auf die Bedeutung der neu geschaffenen speziellen Agrarfreihandelszonen hin, die neue Investitionsmöglichkeiten und Arbeitsplätze schaffen.
Logistik in den Häfen
Cruz erklärte, dass die Produktion näher an die Häfen und internationalen Märkte herangebracht worden sei – wie im Fall von Manzanillo –, was die Logistik optimiere und Kosten senke. Außerdem werde die Nutzung wettbewerbsfähiger erneuerbarer Energien gefördert, wodurch die Agrarexporte an globale Nachhaltigkeitsstandards angepasst würden.
Vor 652 führenden Vertretern des Agrarsektors betonte er zudem die Standardisierung von Gewichtseinheiten, Verpackungen und Etikettierungen, die Klarheit und Präzision gewährleisten.
Er ergänzte, dass die umfassende Rückverfolgbarkeit jederzeit erkennen lasse, wo sich eine Lieferung befinde. Hinzu kämen die Zertifizierung von Betrieben und Verarbeitungsanlagen sowie die Schulung von Fachkräften, die sicherstelle, dass der technologische Wandel von einer gleichzeitigen Entwicklung der Menschen begleitet werde, die die Produktion erst möglich machen.

