Preis des Getreides um 115,6 % gestiegen

Dominikaner konsumierten im Jahr 2025 weniger Reis

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Der Agrarsekretär der Partei der Dominikanischen Befreiung (PLD) erklärte, dass im Jahr 2025 der Pro-Kopf-Verbrauch von Reis in der Dominikanischen Republik um 22,1 Pfund zurückgegangen sei. Ursache dafür seien der anhaltende Preisanstieg, das Horten von Waren sowie eine verfehlte Agrarpolitik, die insbesondere Familien mit niedrigen Einkommen getroffen habe.

Der ehemalige Senator Adriano Sánchez Roa erläuterte, dass der Rückgang des Konsums die direkte Folge einer Marktverzerrung sei, verursacht durch importierende Händler, die die verfügbaren Mengen des Grundnahrungsmittels kontrollieren, um die Preise künstlich hoch zu halten – mit Billigung des Staates.

„Mit dem gleichen Geld kaufen die Dominikaner heute weniger Reis. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Hortung und einer Politik, die die nationalen Produzenten im Stich gelassen hat“, erklärte er.

Der PLD-Politiker wies darauf hin, dass unter dem Schutz des Landwirtschaftsministeriums Mechanismen des Hortens eingeführt worden seien, die verhindert hätten, dass sowohl nationaler als auch importierter Reis in ausreichenden Mengen auf den Markt gelangt, um einen Preisrückgang zu bewirken.

Sánchez Roa führte aus, dass trotz der Einfuhr von 6.950.780,32 Quintales Reis zwischen 2021 und 2025, zusätzlich zur nationalen Produktion, der Preis des Getreides um 115,6 % gestiegen sei, wodurch es für Hunderttausende dominikanische Familien unerschwinglich geworden sei.

„Als die Einfuhr 2021 reguliert war, erreichte der Pro-Kopf-Verbrauch 144,5 Pfund pro Jahr, weil das Gesetz von Angebot und Nachfrage noch funktionierte“, erinnerte er.

Er warnte jedoch, dass nach dem unkontrollierten Anstieg der Importe um mehr als 850 % im Jahr 2024 und mit Lagern voller ausländischen Reises, die die rechtzeitige Vermarktung des nationalen Reises in den Mühlen blockierten, der Konsum 2025 auf lediglich 122,4 Pfund pro Kopf gefallen sei. Dies spiegele weniger Lebensmittel auf den Tischen der ärmsten Bevölkerungsschichten wider.

Sánchez Roa kritisierte, dass das Landwirtschaftsministerium mehr Interesse daran gezeigt habe, Importe zu begünstigen, als die nationale Produktion zu schützen. Dadurch sei der Reissektor geschwächt, die Abhängigkeit von Lebensmitteln erhöht und Tausende Produzenten in den Ruin getrieben worden.

„Diese Politik begünstigt konzentrierte kommerzielle Interessen, während sie den Produzenten verurteilt und den Verbraucher bestraft“, schloss er.