Laut einer neuen Analyse auf Basis von Statistiken der Welttourismusorganisation (UN Tourism) schreibt der dominikanische Tourismus ein weiteres Kapitel seiner Erfolgsgeschichte. Das Land hat sich nun zum Spitzenreiter Lateinamerikas bei Touristenzahlen pro Kopf entwickelt, so ein Bericht von Latinvex unter Bezug auf Daten von UN Tourism und der dominikanischen Regierung.
Die Dominikanische Republik empfing im Jahr 2024 rund 11,192 Millionen Besucher – das entspricht 103,7 % ihrer Bevölkerung von 10,797 Millionen, wie die Auswertung der Zahlen von Regierung und Internationalem Währungsfonds zeigt.
Dies ist der höchste Wert in ganz Lateinamerika. Bisher lag Uruguay in dieser Kategorie an erster Stelle, sank jedoch von 107,5 % im Jahr 2023 auf 95,3 % im Jahr 2024, während die Dominikanische Republik im gleichen Zeitraum von 96 % auf 103,7 % stieg.
Im Durchschnitt lag die Zahl der Touristen pro Kopf in Lateinamerika und der Karibik im vergangenen Jahr bei 17,4 %. Insgesamt verzeichnete die Region 124,3 Millionen Touristen – ein Zuwachs von 7,6 %.
Als Reiseziel behauptet sich die Karibiknation weiterhin als zweitgrößter Tourismusmarkt Lateinamerikas, hinter Mexiko, aber noch vor Brasilien, Argentinien und Kolumbien.
Die Tourismuseinnahmen der Dominikanischen Republik stiegen von 8,13 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2023 auf 8,8 % im Jahr 2024. In Lateinamerika erreichte nur El Salvador einen höheren Wert mit 9,8 %.
Die Einnahmen beliefen sich 2024 auf 10,972 Milliarden US-Dollar – mehr als in Ländern wie Kolumbien, Brasilien oder Panama. Insgesamt wuchsen die Tourismuseinnahmen in Lateinamerika um 8 % auf 128,4 Milliarden US-Dollar. Chile und Peru verzeichneten den stärksten prozentualen Anstieg, während Mexiko das größte absolute Wachstum erreichte, so Latinvex.
Mit einem Rekordwert von 11,2 Millionen Touristen im Jahr 2024 – ein Plus von 9 % im Vergleich zu 2023 – festigt die Dominikanische Republik ihre Position. Damit entspricht die Zahl der Besucher 103,7 % der Bevölkerung des Landes und verdrängt Uruguay von der Spitzenposition. Der regionale Durchschnitt liegt hingegen nur bei 17,4 %.
Die Einnahmen aus dem Tourismus stiegen um 12,5 % gegenüber dem Vorjahr auf 10,97 Milliarden US-Dollar, wie UN Tourism angibt.
Im Verhältnis zum BIP bedeutet dies einen Anteil von 8,8 % – der zweithöchste Wert Lateinamerikas und fast das Fünffache des regionalen Durchschnitts von 1,9 %.
Der Markt konnte trotz eines Rückgangs bei den Ankünften aus den USA weiter wachsen, vor allem dank starker Zuwächse aus Argentinien, Kolumbien und Mexiko.
