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Die dominikanische Regierung hat ihren haitianischen Amtskollegen aufgefordert, den Bau eines Kanals zur Ableitung von Wasser aus dem Masacre-Fluss unverzüglich wieder einzustellen.
Das Außenministerium begründete diese Aufforderung mit der Sorge, dass diese Arbeiten die landwirtschaftlichen Erzeuger in beiden Ländern beeinträchtigen könnten.
In einer Erklärung teilte die offizielle Stelle mit, dass der haitianische Premierminister Ariel Henry über den Fall informiert wurde und seine Besorgnis geäußert und eine Delegation des Innenministeriums des Nachbarlandes in das Gebiet geschickt hat, um eine harmonische Lösung zu finden.
Nach Ansicht des dominikanischen Außenministeriums verstößt das Projekt zum Bau des Kanals gegen den Vertrag über Frieden und ewige Freundschaft und die Schiedsgerichtsbarkeit von 1929, das Grenzabkommen von 1935 und das Grenzrevisionsprotokoll von 1936.
Sie erinnert daran, dass die Grenzen zwischen den beiden Ländern endgültig, unveränderlich und nicht verhandelbar sind.
IM JUNI 2021 GAB ES EINEN WEITEREN VERSUCH
Das fragliche Projekt zielt offensichtlich darauf ab, Wasser zu kanalisieren, um es ohne offizielle Genehmigung der haitianischen Regierung privat an haitianische Landwirte zu verkaufen.
Diese Privatinitiative wird zwischen den Pyramiden Nr. 13 und 14, zwischen Fuerte Libertad und Juana Méndez, durchgeführt. Den vorliegenden Berichten zufolge werden die Arbeiten von Hand ausgeführt, was auf eine improvisierte Bauweise hindeutet.
Im Juni 2021 wurde die Absicht Haitis, diesen Kanal zu bauen, erstmals bekannt gegeben. Damals forderte der dominikanische Präsident Luis Abinader die haitianische Regierung auf, den Bau zu stoppen.
Anfang August teilte der dominikanische Außenminister Roberto Álvarez mit, dass die haitianischen Behörden die Arbeiten eingestellt hätten.
Obwohl er sagte, er kenne die Gründe für den Baustopp nicht, gab der Beamte an, dass die Dominikanische Republik an ihrer Ablehnung des Projekts festhalte, dessen angeblicher Zweck die Bewässerung von Land in Haiti sei.
ERNSTE SCHWIERIGKEITEN
Vor der Ermordung von Präsident Jovenel Moise kam es zu ernsthaften Differenzen zwischen den beiden Ländern, deren Vertreter sich nicht über das Projekt einigen konnten, das nach Ansicht der dominikanischen Seite den Flusslauf des wichtigsten Grenzflusses beeinträchtigen würde.
Angesichts dieser Unmöglichkeit brach die Dominikanische Republik den Dialog über dieses Thema ab, bis Haiti die Arbeiten an dem Kanal einstellte.
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