Am 5. September teilte die spanische Guardia Civil, mit Schwerpunkt in Galicien, mit, dass sie eine kriminelle Organisation mit dem Namen Operación Olimpia zerschlagen habe.
Diese war in den Provinzen Pontevedra, Madrid, Barcelona, Ourense und Guadalajara ansässig und verantwortlich für die Einfuhr von 2.232 Kilogramm Kokain auf die Iberische Halbinsel (Galicien). Zu diesem Zeitpunkt wurden nicht viele Details über die 19 festgenommenen Personen veröffentlicht.
Laut der Zeitung La Voz de Galicia gehört der Dominikaner Franklin A. T. zu den Köpfen der kriminellen Vereinigung. Er war zwischen 1998 und 2003 in den USA wegen Kokainschmuggels verurteilt und anschließend in die Dominikanische Republik abgeschoben worden.
Zuletzt lebte er in Barcelona in der Calle Serra. Der Mann reiste nach Italien, Deutschland, in die Türkei, nach Portugal, Bulgarien oder Spanien, bevor die aus der Dominikanischen Republik kommenden Container in den Häfen dieser Länder ankamen. Franklin A. T. wurde nicht festgenommen, sein Aufenthaltsort ist unbekannt.
Seine legale Tätigkeit bestand offiziell im Handel mit Fahrzeugen, doch dahinter verbarg sich der Drogenhandel. Eine in der Dominikanischen Republik ansässige „multinationale“ Struktur verschickte Kokain nach Europa, getarnt in Rinderhäuten, jeweils in Mengen von 600 Gramm oder weniger.
Über Franklin steht eine weitere, noch nicht identifizierte Person. Zu seinen Komplizen zählen Carlos E. P., sein Nachbar in Barcelona und ebenfalls Dominikaner; drei dominikanische Frauen, von denen eine in den USA wegen des Verkaufs von drei Kilo Fentanyl verurteilt wurde; sowie mehrere Personen kolumbianischer, portugiesischer und spanischer Herkunft.
Die Anklage besagt, dass die Gruppe Container mit Kokain aus der Dominikanischen Republik in den Hafen von Leixões in Porto (Portugal) schickte, um die Drogen anschließend in Spanien zu verteilen.
Zu diesem Zweck wurden sowohl in Europa als auch in der Dominikanischen Republik Unternehmen gegründet. Eines davon ist „Cerro de Carnes Agroindustrial“, das laut den jüngsten Ermittlungen im Juli dieses Jahres 595 Kilogramm Kokain in Containern aus dominikanischen Häfen nach Europa exportiert haben soll.
Die Ermittlungen wurden von der Zentralen Operativen Einheit über das Team gegen das organisierte Verbrechen in Galicien gemeinsam mit der Kriminalpolizei in Leiría (Portugal) durchgeführt, koordiniert von Europol und unterstützt von der DEA sowie Behörden der Dominikanischen Republik.
Bislang haben die dominikanischen Behörden jedoch nicht über diese Zusammenarbeit mit Spanien informiert.
