Dutzende Menschen wurden am Freitagabend bei einer groß angelegten gemeinsamen Polizeioperation festgenommen, bei der Diskotheken, Bars, Restaurants und Pensionen im touristisch geprägten Municipio Sosúa durchsucht wurden.
Einheiten der Nationalpolizei, der Staatsanwaltschaft, der Nationalen Drogenkontrollbehörde (DNCD) sowie der Generaldirektion für Migration – darunter auch ein Bus der Migrationsbehörde – nahmen zahlreiche Sexarbeiterinnen, Ausländer sowie Angestellte der kontrollierten Betriebe fest.
Der Einsatz erfolgte unter dem Vorwurf angeblicher Misshandlungen, dem Einsatz von Pfefferspray sowie der Festnahme von Frauen, die nicht im Sexgewerbe tätig seien. Ein Teil der Festgenommenen wurde ins Veranstaltungszentrum von Sosúa gebracht, wo erste Überprüfungen durchgeführt wurden.
Die illegal anwesenden Ausländer sollen nach Santo Domingo gebracht werden, während die übrigen Personen in der Regionaldirektion Nord der Nationalpolizei überprüft werden. Die Behörden haben bisher keine offizielle Erklärung zur Aktion abgegeben.
Verschiedene Gruppen in Sosúa fordern seit Längerem Maßnahmen gegen die Prostitution und Kriminalität, um das ursprüngliche Image der Stadt als familienfreundliches Urlaubsziel wiederherzustellen.
Für den 26. Juli ruft eine Bürgergruppe zu einem Protestmarsch auf, in dem die Behebung der Missstände in der Gemeinde gefordert wird.
