Experten drängen auf faire und integrative Lebensmittelsysteme

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Fortschritte sind auch bei den Leitlinien für die Einbeziehung von Frauen und Mädchen und die Gleichstellung der Geschlechter in den Lebensmittelsystemen erforderlich.

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Experten warnten am Dienstag auf einem vom Interamerikanischen Institut für Zusammenarbeit in der Landwirtschaft (IICA) organisierten Forum vor der Dringlichkeit eines Übergangs zu gerechteren und integrativeren Lebensmittelsystemen.

Der Präsident des Ausschusses für Welternährungssicherheit (CFS), Gabriel Ferrero, erklärte, dass die verschiedenen Gremien der Weltordnungspolitik ihre Maßnahmen koordinieren müssen, um Fortschritte bei der Bekämpfung von Hunger und Unterernährung zu erzielen, die für die Erreichung eines Großteils der Ziele für nachhaltige Entwicklung von zentraler Bedeutung sind.

„Die Ernährungssysteme befinden sich in einer Krise, die der COVID-19-Pandemie vorausgeht, und zwar nicht nur wegen des Hungers und der Unterernährung, sondern auch wegen der Unterernährung in Verbindung mit nicht übertragbaren Krankheiten und wegen ihres Beitrags zum Klimawandel und ihrer Auswirkungen auf die biologische Vielfalt“, sagte Ferrero.

Der Experte, der Generaldirektor für nachhaltige Entwicklungspolitik im spanischen Außenministerium war, sagte, dass die Verbesserung der Nachhaltigkeit der Lebensmittelsysteme in ihrer wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Dimension von grundlegender Bedeutung für die Erreichung der Ziele der von den Vereinten Nationen für 2030 geförderten Agenda sei.

Nach Ansicht der Behörden ist es auch notwendig, die Leitlinien für die Einbeziehung von Frauen und Mädchen und die Gleichstellung der Geschlechter in die Ernährungssysteme und die Zukunft der Jugend voranzubringen sowie die Debatte über die Nutzung von Daten zur Verbesserung der Ernährungssicherheit einzuleiten.

„Es mangelt an Maßnahmen und Systemdenken, um durch die Bereitstellung von sicheren und nahrhaften Lebensmitteln den ökologischen, ländlichen und wirtschaftlichen Wandel in allen Ländern zu fördern. Die Kommunikation zwischen den Behörden ist minimal oder gar nicht vorhanden. Wir müssen miteinander kommunizieren, um zu wissen, wie wir arbeiten und unsere Pläne vergleichen“, sagte Ferrero.

Der Experte forderte die verschiedenen Organisationen auf, nicht länger isoliert zu arbeiten und sich mit der Realität in den Ländern zu befassen.

Zu den weiteren Themen der Veranstaltung gehörten das Wiederaufleben der Inflation auf globaler Ebene, ein gerechter Übergang der Agrarnahrungsmittelsysteme und die Notwendigkeit einer stärkeren Kommunikation und Verbindung zwischen den globalen Regierungsgremien.

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