Raumplanung fehlt

Fehlende Raumplanung schwächt Tourismusstandorte in der Dominikanischen Republik

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Die fehlende Raumordnung in wichtigen Tourismusregionen der Dominikanischen Republik wird zunehmend als Risiko für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes gesehen. Besonders im Fokus steht Bávaro-Punta Cana, die wichtigste Urlaubsregion des Landes und einer der wirtschaftlich bedeutendsten Standorte im dominikanischen Tourismus.

Seit Jahren wird dort über einen verbindlichen Plan zur territorialen Ordnung diskutiert. Umgesetzt wurde er bislang jedoch nicht. Nach Einschätzung von Unternehmern und Branchenvertretern führt dies zu wachsendem Druck auf Infrastruktur, Umwelt, Immobilienentwicklung und touristische Qualität.

Zuletzt hatte Frank Rainieri, Gründer der Grupo Puntacana, deutlich vor den Folgen einer ungeordneten Immobilienentwicklung in der Provinz La Altagracia gewarnt. Er kritisierte, dass der Staat dem ausufernden Wachstum von Bau- und Immobilienprojekten zu wenig Grenzen gesetzt habe.

Auch der Nationale Rat der Privatwirtschaft Conep teilt diese Sorge. Dessen Präsident Celso Juan Marranzini nannte die fehlende Raumordnung in touristischen Zentren als eine der zentralen Herausforderungen für die Dominikanische Republik, wenn das Land seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig stärken wolle.

Marranzini äußerte sich im Rahmen der Feierlichkeiten zum 63. Jahrestag des Conep und zum Nationalen Tag der Privatwirtschaft. An der Veranstaltung nahm auch Präsident Luis Abinader teil.

Besonders brisant ist die Situation in Bávaro-Punta Cana, weil der angekündigte Plan zur territorialen Ordnung dort erneut nicht vorgestellt wurde. Die Präsentation war nach vorherigen Ankündigungen überraschend abgesagt worden. Es war bereits das dritte Mal, dass der Start dieses Plans verschoben wurde.

Für den Tourismussektor ist die Verzögerung mehr als ein Verwaltungsproblem. Ohne klare Regeln für Bauprojekte, Flächennutzung, Verkehr, Infrastruktur und Umweltschutz drohen zentrale Standorte an Qualität zu verlieren. Gerade in einer Region wie Punta Cana, die international stark vermarktet wird, kann ungeordnetes Wachstum langfristig zum Standortnachteil werden.

Die Diskussion zeigt, dass der Erfolg des dominikanischen Tourismus nicht allein von Besucherzahlen, neuen Hotels oder Investitionen abhängt. Entscheidend ist auch, ob die Entwicklung der Reiseziele planbar, nachhaltig und mit der vorhandenen Infrastruktur vereinbar bleibt.

Weitere Meldungen zur Entwicklung der Reisebranche finden Sie im Ressort Tourismus.

Punta Cana ist das wichtigste touristische Zentrum der Dominikanischen Republik. Das starke Wachstum der Region bringt Chancen, aber auch Herausforderungen bei Verkehr, Infrastruktur, Immobilienentwicklung und Umweltschutz.

Punta Cana zwischen Wachstum und Planung

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Foto(s):arecoa.com
Quelle:arecoa.com