Am Mittwoch verstarb im Alter von 88 Jahren José Cestero, einer der bedeutendsten Vertreter der modernen Kunst in der Dominikanischen Republik und eine herausragende Figur der nationalen Malereiszene.
Als emblematischster Künstler der Kolonialstadt bekannt, begann Cestero seine Ausbildung 1950 an der Escuela Nacional de Bellas Artes. Dort lernte er unter der Anleitung renommierter Künstler wie Joseph Fulop, Gilberto Hernández Ortega und José Gausachs.
Zu Ehren seines künstlerischen Schaffens wurde ihm im Herzen der Ciudad Colonial das Museo José Cestero gewidmet – ein Raum zur Bewahrung und Verbreitung seines künstlerischen Erbes.
Laut dem offiziellen Portal des Museums nahm Cestero im Laufe seiner Karriere an rund hundert Einzel- und Gruppenausstellungen teil, sowohl im Inland als auch international. Seine Werke sind in privaten und institutionellen Sammlungen auf der ganzen Welt vertreten.
Er repräsentierte die Dominikanische Republik bei bedeutenden internationalen Kunstereignissen wie:
- der I Bienal Italo-Latinoamericana (Rom, 1979)
- dem XVII Festival Internacional de la Pintura in Cagnes-sur-Mer (Frankreich, 1985)
- der II Bienal de São Paulo (Brasilien, 1989)
- der ITB Berlin (2017)
- sowie der großen Retrospektive „Notas sueltas para contar (1960–2020)“ im Museo de Arte Moderno.
Für sein Werk erhielt Cestero zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem:
- Erster Preis beim Kunstwettbewerb Eduardo León Jimenes (1964)
- Preis zum Bicentenario de Baní (1964)
- Ateneo Amantes de la Luz (1964)
- Preise bei der IV (1968) und X (1983) Ausgabe des León-Jimenes-Wettbewerbs
- Preis der XVII Bienal Nacional de Artes Plásticas (1990)
- Ehrenvolle Erwähnung bei der XXVII Bienal Nacional (2013)
- Nationaler Preis für Bildende Kunst (2015)
Der Tod von José Cestero bedeutet einen großen Verlust für die dominikanische Kunstwelt. Sein Erbe wird jedoch weiterleben – durch seine Werke, sein Museum und den bleibenden Einfluss auf Generationen von Künstlern.
