Die Kirche Fundamento Bíblico (IFB) führte in Zusammenarbeit mit der Stiftung AYO die Konferenz-Workshop mit dem Titel „Implikationen der Infiltration des Islam in der Dominikanischen Republik“ durch, im Rahmen des Abschlusses des jährlichen Schulungszyklus, der sich an die pastorale Leitung der östlichen Zone der Hauptstadt richtet.
Bei der Ansprache an die Pastoren brachte Ángel Castillo, Pastor und Koordinator der monatlich stattfindenden pastoralen Treffen, seine Dankbarkeit gegenüber Gott und der anwesenden Leitung für ihre Beständigkeit während des gesamten Jahres 2025 zum Ausdruck.
Der Hauptvortrag wurde vom Rechtsanwalt Alberto Reyes sowie vom Ökonomen und Unternehmer Tony Flaquer, Präsident der Gruppe Acción Cristiana, gehalten.
Beide Referenten präsentierten eine tiefgehende Diagnose der Sicherheitskrise in Haiti und der Risiken, die diese Situation für die soziale und geistliche Stabilität des Landes darstellt, und hoben die Bedingungen hervor, die das Wachstum islamistischer extremistischer Bewegungen in vulnerablen Sektoren der haitianischen Bevölkerung begünstigen.
Das Thema wurde in den Kontext der Errichtung einer Moschee in Punta Cana gestellt, die bereits Proteste und Kontroversen unter religiösen Gruppen des Landes ausgelöst hat.
Während der Konferenz wurde darauf hingewiesen, dass Haiti einen beispiellosen institutionellen Zusammenbruch erlebt, wobei zwischen 80 % und 90 % seines Territoriums von bewaffneten Banden kontrolliert werden, gemäß Schätzungen der Vereinten Nationen.
Das Fehlen einer funktionsfähigen Regierung und die wachsende humanitäre Krise haben ein Umfeld geschaffen, das die Ausbreitung extremistischer Gruppen begünstigt, die sich als Anbieter von „Ordnung, Nahrung und Schutz“ in Gemeinschaften präsentieren, die vom Staat verlassen wurden.
Alberto Reyes und Tony Flaquer warnten zudem, dass diese Gruppen christliche Gemeinschaften verdrängt haben, parallele soziale Unterstützungsstrukturen schaffen und junge Menschen für die gemeinschaftliche Verteidigung rekrutieren.
Ebenso warnten sie vor der beschleunigten Verbreitung von Moscheen, die aus dem Ausland finanziert werden, insbesondere durch Einrichtungen mit Verbindungen zu erdölproduzierenden Ländern, was die Besorgnis über den Einfluss externer religiöser und politischer Agenden in der Region verstärkt.
Aufruf zu Wachsamkeit und strategischem Handeln
Die Kirche Fundamento Bíblico (IFB) forderte die nationalen Behörden, religiöse Organisationen und die Zivilgesellschaft auf, die Finanzierungsquellen neuer religiöser Zentren im Land streng zu überwachen und Kräfte zu bündeln, um soziale Lücken zu schließen, die das Eindringen extremistischer Ideologien begünstigen.
„Es geht nicht darum, Religionen anzugreifen, sondern zu identifizieren, wer finanziert, zu welchem Zweck und unter welchen Agenden. Die Dominikanische Republik muss ihre Stabilität schützen und ihre Gemeinschaften stärken, bevor es zu spät ist“, erklärten die Referenten zum Abschluss der Veranstaltung.
Die IFB bekräftigte ihr Engagement für biblische Bildung, kritisches Denken, die Verteidigung des christlichen Glaubens und die Förderung des sozialen Friedens in der Nation.
Weihnachtliche Gemeinschaft
Im Sinne der für die Saison typischen Einheit bot die Kirche Fundamento Bíblico den Teilnehmenden ein besonderes weihnachtliches Mittagessen an, begleitet von verschiedenen Geschenken, wodurch die pastorale Brüderlichkeit und das Gemeinschaftsgefühl unter den anwesenden Leitern gestärkt wurden. Zudem wurden Zertifikate für den Abschluss der Schulungskurse überreicht.
An der Veranstaltung nahmen mehr als 150 Pastoren aus Santo Domingo Este und der Provinz San Pedro de Macorís teil, die eine umfassende Analyse über die Ausbreitung des Islam auf internationaler Ebene, seine geopolitischen Implikationen, Vergleiche mit Erfahrungen in anderen Ländern sowie verfassungsrechtliche Erwägungen im dominikanischen Kontext erhielten.
