Der Konsum von Marihuana tritt in der Dominikanischen Republik zunehmend offen in Erscheinung. Der Geruch der Droge ist inzwischen häufiger in Parks, Wohnvierteln, auf Konzerten und im Umfeld von Universitäten wahrnehmbar. Ein Bericht von Diario Libre sieht darin Anzeichen für eine gesellschaftliche Normalisierung, obwohl Besitz, Anbau und Handel weiterhin verboten sind.
Grundlage der strafrechtlichen Verfolgung ist das Drogengesetz 50-88. Besonders der Anbau kann mit mehrjährigen Haftstrafen und Geldbußen geahndet werden. Die Höhe der Strafe richtet sich unter anderem nach der Zahl der sichergestellten Pflanzen und den Umständen des jeweiligen Falls.
Die wachsende Sichtbarkeit des Konsums ist nach Einschätzung des Berichts jedoch nicht allein eine Frage der Strafverfolgung. Als zentrale Probleme gelten ein zunehmend früher Einstieg, fehlende kontinuierliche Präventionsprogramme und die gesundheitlichen sowie sozialen Folgen, wenn aus gelegentlichem Konsum eine Abhängigkeit entsteht.
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