Mehrere Stauseen in der Dominikanischen Republik verzeichnen eine besorgniserregende Ansammlung von Sedimenten, weshalb die Umsetzung nachhaltiger Lösungen zur Verlängerung ihrer Lebensdauer eine Priorität darstellt.
Zu diesem Zweck organisierte das Nationale Institut für Wasserressourcen (Indrhi) das Seminar „Sedimentmanagement in Stauseen: der Fall der Dominikanischen Republik“ in Zusammenarbeit mit dem Intergouvernementalen Hydrologischen Programm für Lateinamerika und die Karibik der UNESCO sowie dem UNESCO-Lehrstuhl für nachhaltiges Wassermanagement der Universidad APEC.
Bei der Eröffnung würdigte Juan Francisco Saldaña, Direktor für Entwicklungsplanung im Indrhi, die Rolle der UNESCO und der Hochschulen bei der Entwicklung gemeinsamer Initiativen für ein effizienteres Wassermanagement.
Während der Veranstaltung stellte Josefina Turbides, Leiterin der Abteilung für Staudämme und Stauseen im Indrhi, eine Analyse des Zustands der Stauseen im Land vor.
Sie warnte, dass mehrere von ihnen, wie Valdesia und Jigüey, alarmierende Sedimentstände aufweisen. Studien zufolge hat das Land im Durchschnitt etwa 20 Prozent seiner ursprünglichen Speicherkapazität in den wichtigsten Stauseen verloren.
Turbides erläuterte, dass die Behörde zahlreiche Studien und Projekte zur Prävention und Sanierung dieser Infrastrukturen durchführt, darunter Ausbaggerungen, die Instandsetzung hydraulischer Anlagen und technische Erhebungen.
Sie erwähnte außerdem ein gemeinsam mit der Universität Évora (Portugal) entwickeltes Programm, das auf die landwirtschaftliche Nutzung der Sedimente abzielt und aus ökologischer Sicht vielversprechende Ergebnisse zeigt.
Das Seminar beinhaltete auch Vorträge über die aktuelle Situation der Stauseen in der Dominikanischen Republik sowie über Fortschritte und Erfahrungen der Internationalen Sedimentinitiative (ISI) in der Region.
Es wurde deutlich, dass diese Beiträge zusammen mit den Ideen der Teilnehmenden einen Raum für wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit geschaffen haben, der darauf abzielt, professionelle Netzwerke zu stärken und an den lateinamerikanischen Kontext angepasste Managementstrategien zu fördern.
