Eine Mehrheit der Dominikaner sieht die aktuelle Lage des Landes kritisch. Nach der jüngsten nationalen Meinungsumfrage von ACD Media bewerten 54 Prozent der Befragten die Situation in der Dominikanischen Republik als schlecht oder sehr schlecht.
Auch der Blick in die kommenden Monate fällt eher pessimistisch aus. 40,1 Prozent der Teilnehmer gehen davon aus, dass sich die Lage des Landes weiter verschlechtern wird. Die Umfrage wurde vom 23. bis 25. Mai unter 1.200 Personen durchgeführt und am 1. Juni veröffentlicht. Der angegebene Vertrauensgrad liegt bei 95 Prozent, die Fehlermarge bei ±2,8 Prozent.
Die Ergebnisse deuten auf eine verbreitete Unzufriedenheit mit der allgemeinen Entwicklung des Landes hin. Zugleich zeigen sie ein hohes Maß an Skepsis gegenüber den politischen Parteien.
Deutliche Distanz zu Parteien
Besonders auffällig ist das Misstrauen gegenüber den großen politischen Organisationen. 43,9 Prozent der Befragten erklärten, dem regierenden Partido Revolucionario Moderno (PRM) zu misstrauen. Beim Partido de la Liberación Dominicana (PLD) liegt dieser Wert mit 44,5 Prozent ähnlich hoch.
Trotz dieser kritischen Wahrnehmung bleibt der PRM nach früheren Erhebungen von ACD Media politisch vorn. In der Messung vom April 2026 führte die Regierungspartei bei der Wahlabsicht für 2028 mit 32,5 Prozent. Dahinter lagen die Fuerza del Pueblo mit 27,6 Prozent und der PLD mit 22,5 Prozent.
Die Umfrage untersucht nach Angaben von ACD Media außerdem die Bewertung der Regierungsarbeit, die Positionierung möglicher Präsidentschaftskandidaten von PRM, Fuerza del Pueblo und PLD sowie weitere Indikatoren zur öffentlichen Meinung und zum Wahlverhalten.
Die Zahlen zeigen damit ein widersprüchliches Bild: Viele Bürger bewerten die Lage des Landes negativ und misstrauen den Parteien, dennoch bleibt die Regierungspartei in der politischen Ausgangslage vor einer gespaltenen Opposition.
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