Der Osten der Dominikanischen Republik wächst touristisch weiter. Nach Punta Cana, Verón und Miches rückt nun auch Nisibón stärker in den Blick von Investoren.
Nisibón ist ein Distrikt des Munizips Higüey im Nordosten der Provinz La Altagracia. Die bislang weniger erschlossenen Strände der Region gelten als möglicher nächster Entwicklungsschwerpunkt des Tourismus im Osten des Landes.
Ramón Antonio Ramírez, Bürgermeister von Verón-Punta Cana, erklärte gegenüber arecoa.com, dass bereits zwei bedeutende Hotelprojekte für Nisibón bekannt seien.
Nach seinen Angaben hätten die Investoren bereits Grundstücke erworben. Derzeit würden noch rechtliche Fragen sowie Genehmigungen mit dem Umweltministerium geklärt. Die Projekte stammten von etablierten Marken, die bereits drei Hotels in Punta Cana betreiben.
Ramírez sagte, man hoffe, dass die Bauarbeiten in den kommenden Monaten beginnen könnten, sobald die erforderlichen Genehmigungen vorliegen.
Nach Einschätzung des Bürgermeisters werden die Strände von Nisibón künftig eine wichtige Rolle für die touristische Entwicklung spielen. Die Küste bis El Cedro sei landschaftlich attraktiv und verfüge noch über unerschlossene Abschnitte.
Während Miches bereits stark in der Entwicklung sei und an der Küste von Verón viele Flächen genutzt würden, gebe es in Nisibón noch weitgehend naturbelassene Strände.
Ramírez verwies zudem auf die vorhandenen Standortvorteile. Dazu zählen die Nähe zum Flughafen Punta Cana sowie laufende Verbesserungen der Straßeninfrastruktur. Beides sei entscheidend für die interne und externe Anbindung der Region.
Gleichzeitig betonte er, dass der Osten weiterhin zusätzliche Verkehrsprojekte benötige. Neue Straßenverbindungen seien wichtig, um Städte besser miteinander zu verbinden und touristisches sowie wirtschaftliches Wachstum zu ermöglichen.
Verón wachse stark und zähle inzwischen zu den größeren lokalen Gebieten des Landes. Nach Angaben des Bürgermeisters liegt Verón unter 333 lokalen Territorien auf Platz 14 nach Einwohnerzahl. Hinzu kämen zahlreiche Besucher, die zusätzliche Anforderungen an die Mobilität stellen.
Aktuell werde unter anderem am Boulevard sowie an der Straße Richtung Macao gearbeitet. Auch die Umfahrung von La Ceiba bis La Otra Banda sei in Umsetzung.
Ramírez sieht jedoch weiterhin Nachholbedarf bei inneren Verbindungsstraßen. Besonders wichtig sei eine Verbindung vom Zentrum von Verón zur Autovía del Coral und weiter zur Umgehungsstraße.
Auch innerhalb der Stadt müssten heute noch getrennte Bereiche besser verbunden werden. Genannt wurden unter anderem die Verbindung der Calle Domingo Maíz mit der Avenida Barceló sowie die Anbindung des Zentrums von Verón an die Umgehungsstraße.
Der Bürgermeister kritisierte, dass es zwar eine Umgehungsstraße gebe, diese aber noch nicht ausreichend mit der Stadt verbunden sei. Für solche Projekte müsse das Ministerium für öffentliche Arbeiten eingreifen, da teilweise Grundstücke enteignet werden müssten, um die notwendigen Anschlüsse herzustellen.
Für Nisibón bedeutet die Entwicklung eine mögliche neue Phase. Die Region könnte vom Wachstum des Ostens profitieren, steht aber zugleich vor der Herausforderung, touristische Investitionen, Infrastruktur, Umweltgenehmigungen und lokale Interessen ausgewogen zusammenzuführen.
Für Reisende bleibt Nisibón bislang eher ein wenig bekanntes Küstengebiet im Nordosten von La Altagracia. Sollte die angekündigte Entwicklung voranschreiten, könnte sich das in den kommenden Jahren deutlich ändern.
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