Der durchschnittliche Anteil der Rücküberweisungen am Gesamteinkommen der Haushalte erreicht in den Haushalten mit niedrigem Einkommen seinen Höhepunkt.
In der Dominikanischen Republik liegt der Anteil der Überweisungen am Gesamteinkommen der Haushalte bei 40 %, so der Bericht „Connected: Digital Technologies for Inclusion and Growth“, der von der Weltbank veröffentlicht wurde.
Dies bringt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich, so die Analyse dieser Finanzorganisation, da es darauf hinweist, dass Rücküberweisungen ein wichtiger Bestandteil des Einkommens armer Haushalte sind“, aber auch, dass „diese Ströme dazu neigen, volatil zu sein, insbesondere während globaler Umwälzungen, die sowohl die Sender- als auch die Empfängerländer betreffen“.
Im Jahr 2022 erreichten die Überweisungsströme in das Land 10,3 Millionen US-Dollar, was 9,0 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) entspricht, wie aus dem Bericht hervorgeht. Im August dieses Jahres meldete die Zentralbank, dass 860,6 Millionen US-Dollar an Rücküberweisungen im Land ankamen.
Lebensader für die Armen
Dem Bericht der Weltbank zufolge haben die Überweisungsströme von Arbeitnehmern aus dem Ausland seit dem Jahr 2000 zugenommen, insbesondere in der Karibik, Mexiko und Zentralamerika.
Die lateinamerikanische Region erhielt im Jahr 2022 Überweisungen in Höhe von 146 Milliarden US-Dollar, was sie laut den Analysten der Weltbank zu einem der größten Empfänger dieser Ströme in der Welt macht, an zweiter Stelle nach Südasien unter den Schwellenländern.
Sie fügen hinzu, dass Lateinamerika auch die Region war, in der die Überweisungsströme in den letzten zehn Jahren am schnellsten gewachsen sind.
Experten der Weltbank argumentieren, dass Überweisungen zu einer wichtigen Finanzquelle für die Länder der Region geworden sind, die in ihrer Größenordnung mit ausländischen Direktinvestitionen vergleichbar ist.
Als Indikator, der das Verhalten der Rücküberweisungsströme erklären könnte, verweisen die Analysten auf die Erholung der ausländischen Beschäftigung in den Vereinigten Staaten ab Januar 2020.
Der durchschnittliche Anteil der Rücküberweisungen am BIP beträgt in Zentralamerika 19,1 % und in der Karibik 6,4 %.
Sozialer Konsens
Die Durchführung der notwendigen Reformen zur Ankurbelung des Wachstums, zum Auffangen von Standortverlagerungen und zur Erreichung fiskalischer Nachhaltigkeit erfordert einen sozialen Konsens in der Region, der noch verbessert werden muss, so der Bericht als Aufgabe für die Länder der Region und weist darauf hin, dass eine Verbesserung des sozialen Konsenses langfristige Investitionen in Infrastruktur und Innovation erhöhen würde.
