In vielen dominikanischen Familien, Nachbarschaften und Betrieben gehören sogenannte Sanes weiterhin zum wirtschaftlichen Alltag. Die informellen Spargemeinschaften ermöglichen es den Teilnehmern, regelmäßig kleinere Beträge einzuzahlen und zu einem vereinbarten Zeitpunkt eine größere Geldsumme zu erhalten.
Das Prinzip ist einfach: Eine Gruppe legt fest, wie viel jedes Mitglied wöchentlich, zweiwöchentlich oder monatlich einzahlt. Bei jedem Zahlungstermin erhält eine andere Person den gesamten angesammelten Betrag. Das Verfahren wird fortgesetzt, bis alle Beteiligten einmal an der Reihe waren.
Für viele Teilnehmer liegt der wichtigste Vorteil in der damit verbundenen Spardisziplin. Wer das Geld selbst zurücklegt, greift möglicherweise vorzeitig darauf zurück. Die feste Verpflichtung gegenüber der Gruppe sorgt dagegen dafür, dass die vereinbarten Beiträge regelmäßig geleistet werden.
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Der Blick auf die Funktionsweise der Sanes zeigt, warum gemeinschaftliches Sparen im dominikanischen Alltag bis heute eine wichtige Rolle spielt.
Sparen auf Vertrauensbasis
Sanes ermöglichen es Familien, Nachbarn und Arbeitskollegen, gemeinsam größere Geldbeträge anzusparen. Der Hintergrund erklärt das System, seine gesellschaftliche Bedeutung und die damit verbundenen Risiken.
