Straßenverkäufer mit typischen Produkten au der Region

Spanferkel, Porzellan oder Krabben: Die Geschichten entlang der Autopista Duarte

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Die atlantische Hurrikansaison beginnt am 1. Juni und endet am 30. November. Diese Saison zeichnet sich durch die katastrophalen Schäden aus, die sie verursacht.

Egal, in welche dieser Regionen die Reise führt, es ist unmöglich, die vielen Straßenverkäufer zu übersehen, die sich entlang der Strecke positionieren, um ihre Waren zu präsentieren und mit den typischen Produkten ihrer Region möglichst viele Käufer anzulocken.

Ein Beispiel ist Alejandro, ein 27-jähriger junger Mann, der Chicharrón – frittierte Schweinehaut – in einem bekannten Straßenstand für Spanferkelgerichte verkauft.

Alejandro erzählt, dass er schon als Kind im Familienbetrieb mitarbeitete und mittlerweile über 15 Jahre Erfahrung hat.

„Ich war neun Jahre alt, als ich anfing. Ich half zuerst beim Servieren, dann lernte ich, Schweine zu zerteilen“, berichtet er. Der Betrieb sei immer gut besucht, sodass kaum Zeit für Pausen bleibe.

Für Ariel, der den blauen Krebs – auch jaiba genannt – verkauft, war dieses Handwerk eine Lehre seines Vaters, der ihn schon früh in das Geschäft einführte. Als Straßenhändler arbeitet er in der Nähe des Flusses Maiboa, wo er leichter an die Krustentiere gelangt, wie auch andere Verkäufer in der Gegend.

Mit seiner freundlichen und fröhlichen Art zieht er schon früh am Morgen bis in die Abendstunden viele Kunden an. „Davon lebe ich“, sagt er stolz und erinnert sich daran, wie er als Kind in dieses Geschäft hineingewachsen ist.

Kunsthandwerk

Schon früh wusste Criselyn Cabreja, dass ihre Leidenschaft das Basteln und Malen war. Sie liebte es, in der Schule und zu Hause mit den Händen zu arbeiten, zu zeichnen und zu gestalten.

„Ich mochte schon immer Handarbeiten. Zu Hause oder in der Schule habe ich immer etwas gebastelt. Eines Tages fing ein Mädchen in meiner Nachbarschaft an, Gipsfiguren zu bemalen. Ich half ihr, und das gefiel mir so gut, dass ich mich darin hervortat“, erzählt sie.

Mit der Zeit verbesserte sie ihre Fähigkeiten und bekam schließlich von einer Nachbarin den Anstoß, ihr eigenes kleines Geschäft zu eröffnen, um mit ihrer Kunst Geld zu verdienen.

Die Idee war so erfolgreich, dass ihr Bruder einstieg, und so entstand das Geschäft „Hermanos Cabreja“, das bis heute eine treue Kundschaft mit seinen handgefertigten Kunstwerken begeistert.

Eine ähnliche Geschichte erzählt Rufino Hidalgo, der seit über 20 Jahren im Holzhandwerk tätig ist. Zwar fertigt er die Stücke nicht selbst, doch er erklärt, dass die meisten Produkte – vor allem Küchenutensilien – von seinem Chef vollständig von Hand hergestellt werden.

Das Holz wird von Don Yeyito, dem Inhaber, besorgt und von den Mitarbeitern geschliffen und anschließend mit Werkzeugen in Form gebracht. Zu den meistgefragten Stücken gehören Mörser, Spachteln, Schüsseln und dekorierte Tabletts – alle handgefertigt nach Kundenbestellung.

Neben den Holzarbeiten stellt Rufino auch handgefertigte Hahnenkäfige vor und betont, dass dieses Geschäft aufgrund der hohen Nachfrage nach Hahnenkämpfen im Land äußerst rentabel sei.