Anteil erneuerbarer Energien auf 16,6 %

Stromsystem zeigt hohe Abhängigkeit von thermischen Technologien

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Es ist unbestreitbar, dass das Land bedeutende Fortschritte bei der Diversifizierung seines Energiemixes erzielt hat – dennoch weist das nationale Stromsystem weiterhin eine starke Abhängigkeit von thermischen Technologien auf.

Dies geht aus der Veröffentlichung „Executive Summary für Entscheidungsträger“ hervor, die das Ministerium für Energie und Bergbau (MEM) auf seiner Website veröffentlicht hat.

Im Bericht über die „Aktualisierung des CO₂-Emissionsfaktors des SENI in der Dominikanischen Republik (2019–2024)“ wird dargelegt, dass thermische Technologien im Jahr 2019 einen Anteil von 76,2 % hatten und dieser bis 2024 – trotz eines Rückgangs – immer noch bei 66,0 % lag.

Thermische Technologien sind solche, die Wärme zur Energieerzeugung nutzen, um durch Dampf Turbinen anzutreiben. Ihr Einfluss auf den Elektrizitätssektor ist zentral, da viele Kraftwerke auf die Verbrennung von Brennstoffen (fossil oder Biomasse) angewiesen sind, um die für die Stromerzeugung erforderliche Wärme zu erzeugen.

Der Bericht zeigt außerdem, dass der Anteil erneuerbarer Energien kontinuierlich gestiegen ist – von 10,3 % im Jahr 2019 auf 16,6 % im Jahr 2024 –, was zu einer teilweisen Verringerung der Emissionsintensität des Systems beiträgt.

Es wird hervorgehoben, dass bei der Berechnung des Emissionsfaktors (FE) des Nationalen Verbundstromsystems (SENI) erhebliche Fortschritte erzielt wurden. Grundlage dafür ist die internationale Methodik Tool 07 v7.0 des UNFCCC, mit dem Ziel, wichtige Instrumente zur Messung und Berichterstattung über Treibhausgasemissionen (THG) im Stromsektor zu stärken.

Der Bericht betont, dass der Emissionsfaktor ein wesentliches Instrument zur Schätzung von THG-Reduktionen, zur Planung der Energieverteilung, zur Festlegung von Ausgangswerten für Minderungsprojekte und zur Förderung der Entwicklung eines nationalen Kohlenstoffmarktes darstellt.

Empfehlungen

Angesichts der Bedeutung des Emissionsfaktors empfiehlt der Bericht, ihn jährlich auf Grundlage der stündlichen bzw. täglichen Stromerzeugungsdaten des OC-SENI zu aktualisieren.

Zudem wird vorgeschlagen, den Brennstoffverbrauch nach Technologie mit Unterstützung der SIE aufzuschlüsseln, um genauere Daten für jeden Brennstoff auf Tagesbasis zu erhalten, und den Emissionsfaktor in nationale Energie- und Klimaplanungsinstrumente zu integrieren.

Darüber hinaus soll ein öffentlich zugängliches digitales System entwickelt werden, das die jährliche Überwachung des Emissionsfaktors ermöglicht und dessen Nutzung durch den Privatsektor und lokale Behörden erleichtert.