Das Ministerium für Umwelt und natürliche Ressourcen der Dominikanischen Republik hat einen Notfallplan veröffentlicht, der Richtlinien für die Beseitigung von Sargassum-Algen an den Küsten des Landes enthält. Ziel ist es, den aktuell massiven Anlandungen der Alge wirksam zu begegnen.
Die Maßnahmen sind in der Resolution Nr. 0046-2025 festgelegt. Sie erlaubt es Hotels, Restaurants und Projekten mit gültiger Umweltlizenz, leichte Maschinen für die Sargassum-Beseitigung einzusetzen – jedoch ausschließlich innerhalb eines 60-Meter-Streifens vom Hochwasserlinie entfernt und unter Einhaltung der dort festgelegten Grenzen.
Als „leichte Maschinen“ gelten laut Resolution unter anderem Lastwagen mit einem Gesamtgewicht von bis zu 3.000 Kilogramm sowie spezialisierte Geräte.
Der Einsatz von schweren Maschinen ist hingegen innerhalb des 60-Meter-Küstenstreifens verboten. Dazu zählen Kipper, Bagger, Planierraupen, Grader und Schaufellader.
Die Bestimmungen der Resolution traten am 10. Juli in Kraft und sind für zehn Tage gültig ab dem Veröffentlichungsdatum.
In Artikel 3 wird ausdrücklich untersagt, Maschinen in Bereichen einzusetzen, die vom Umweltministerium als Nistplätze für Meeresschildkröten ausgewiesen wurden.
Zu den erlaubten Maßnahmen zählt auch die Installation von Schwimmbarrieren im Meer, um das Sargassum umzuleiten oder zurückzuhalten und so dessen Sammlung per Boot zu erleichtern.
Die Reinigungsarbeiten dürfen nur im Zeitraum zwischen 6:00 Uhr morgens und 18:00 Uhr abends durchgeführt werden. Das gesammelte Sargassum muss anschließend an dafür zugelassenen Orten entsorgt werden.
Es ist verboten, das Algenmaterial an der Küstenlinie zu lagern oder zu häufen, um unangenehme Gerüche, Gärung und die Bildung von Sickerwasser zu verhindern.
In Artikel 8 wird festgelegt, dass alle verantwortlichen Einrichtungen ihre Umweltschutzberichte um folgende Punkte ergänzen müssen: die Menge des pro Zone gesammelten Sargassums, das zur Verarbeitung übergebene Volumen, die Art der endgültigen Entsorgung sowie die Namen der beauftragten Umweltunternehmen.
Das Ministerium betont, dass jegliche Umweltbelastungen, die im Zuge dieser Arbeiten entstehen, in der Verantwortung der jeweiligen Betreiber liegen, die entsprechende Vorsorgemaßnahmen zum Schutz der Küsten- und Meeresökosysteme treffen müssen.
In einer Mitteilung informierte das Umweltministerium über ein Treffen mit Hoteliers in der vergangenen Woche, bei dem Maßnahmen zur Sammlung, Eindämmung, Entsorgung und nachhaltigen Bewirtschaftung des Sargassums abgestimmt wurden.
Darüber hinaus wurde ein Einsatzteam gebildet, bestehend aus Technikern der Vize-Ministerien für Küsten- und Meeresressourcen, Boden- und Wasserressourcen sowie Umweltmanagement, in Zusammenarbeit mit Vertretern der Hotel- und Tourismusvereinigung (Asonahores) und des örtlichen Tourismusclusters. Dieses Team führte Inspektionen in über 15 Hotelanlagen von Uvero Alto bis Cabeza de Toro durch.
Dabei wurden die aktuellen Handhabungsverfahren, temporäre Sammelstellen sowie deren Betrieb überprüft, um festzustellen, welche Anlagen über eigene, genehmigungsfähige Sammelstellen verfügen und welche ausschließlich auf offizielle Entsorgungsorte angewiesen sind.
Zusätzlich arbeitet das Ministerium an internationalen Kooperationsprojekten, etwa zur Installation eines Satellitensystems, das die Bewegungen und Positionen der Sargassumfelder überwachen soll, sowie zum Aufbau von Barrieren an Stränden, um diese gezielt zu schützen.
