Steuerkrieg auch in der Dom. Rep. angekommen

USA wird 1 % Steuer auf alle Auslandsüberweisungen erheben

Lesedauer: 2 Min.

Die Vereinigten Staaten werden eine Steuer von 1 % auf Auslandsüberweisungen erheben, nachdem der Senat den neuen Steuerplan von Präsident Donald Trump gebilligt hat, der ursprünglich eine Abgabe von 5 % vorgesehen hatte.

Die drastische Senkung stellt eine Erleichterung für Migranten dar, die Geld nach Lateinamerika schicken – für Länder wie Haiti machen diese Überweisungen rund 15 % ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus.

Diese Steuer wird zusätzlich zu den bereits bestehenden Servicegebühren zwischen 5 % und 10 % erhoben, die von Unternehmen wie Western Union oder MoneyGram, den Hauptanbietern für Geldtransfers, verlangt werden.

7 % DES BIP

In der Dominikanischen Republik machen Überweisungen rund 7 % des BIP aus, so eine Meldung der Zeitung Diario Libre.

Der Steuerplan, von Präsident Donald Trump als „großes und schönes Gesetz“ bezeichnet, wird nun wieder ins Repräsentantenhaus zurückverwiesen, das im Mai den Steuersatz noch auf 3,5 % festgelegt hatte.

Dieser Satz war zwar hoch, lag aber unter den ursprünglich vorgesehenen 5 % des ersten Entwurfs.

„Auf jede Überweisung von Geldsendungen wird eine Steuer in Höhe von 1 % des Betrags erhoben“, heißt es im vom Senat knapp verabschiedeten Text.

Falls das Repräsentantenhaus zustimmt, würde die Steuer auf Transfers ab dem 31. Dezember 2025 angewendet werden.

Die Steuer müsste vom Absender der Überweisung gezahlt werden und wäre auf Geldtransfers in bar und ähnliche Instrumente wie etwa Bankiersschecks beschränkt.

DOMINIKANISCHE REPUBLIK

Die in der Dominikanischen Republik empfangenen Überweisungen beliefen sich zwischen Januar und Mai 2025 auf insgesamt 4.903,0 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 11,9 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht, wie die Zentralbank der Dominikanischen Republik (BCRD) im vergangenen Juni mitteilte.

Allein im Mai erhielt das Land 985,5 Millionen US-Dollar aus Überweisungen, ein Anstieg von 11,1 % im Jahresvergleich, so der offizielle Bericht.

Die von der dominikanischen Diaspora überwiesenen Mittel spielen eine Schlüsselrolle in der nationalen Wirtschaft, da sie laut BCRD wesentlich den Konsum, die Investitionen und die Finanzierung vulnerabler Sektoren unterstützen.