Die University of South Florida warnt in ihren Projektionen für 2025 vor einem Spitzenwert der Sargassum-Anhäufung im tropischen Atlantik, der fast 40 Millionen Tonnen erreichen könnte.
Die Realität stützt diese Prognose, denn das Phänomen betrifft direkt Mexiko, die Vereinigten Staaten, Kuba, Puerto Rico und weitere Länder der Region, die das unaufhörliche Anlanden dieser Makroalge melden, welche Küstenökosysteme und die marine Biodiversität bedroht.
Das Ozeanographielabor der University of South Florida sagt voraus, dass in dieser Saison historische Rekorde bei den Sargassum-Anlandungen gebrochen werden könnten.
Die mexikanische Zeitung Excélsior berichtet, dass die treibenden Sargassum-Felder aufgrund eines Nährstoffüberschusses alle fünf Tage ihre Größe verdoppeln. Diese Nährstoffe stammen aus landwirtschaftlichen Aktivitäten im Amazonasbecken, aus Auftriebsgebieten vor Nordostafrika sowie aus Saharastaub, der im Atlantik wie ein Dünger wirkt.
Der Anstieg der Meerestemperaturen und Veränderungen der Meeresströmungen infolge des Klimawandels haben diese Makroalge, die zur Plage geworden ist, an die Strände der mexikanischen Karibik gespült, heißt es in der Quelle.
Auch das Portal Wired weist darauf hin, dass dieser Meeresorganismus jedes Jahr weiter anwachsen könnte und zur neuen Normalität im Atlantik und im Golf von Mexiko werden dürfte.
Zehn Lösungen vorgeschlagen
Für das durch Sargassum verursachte Problem schlagen Wissenschaftler und lokale Unternehmer zehn Lösungen vor: von der Herstellung wirksamer Düngemittel bis hin zu Biokraftstoffen der dritten Generation.
Sie zielen darauf ab, die Alge zu verarbeiten und in Biogas, Paneele und CO₂-Zertifikate umzuwandeln, um ihre ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen zu verringern, so das genannte Portal.
