Die Grupo Velutini, Initiatorin der Blue Mall, Eigentümerin des JW Marriott und bedeutende Entwicklerin von Wohnprojekten, warnt vor einem Überangebot an Apartments in der östlichen Region.
Es ist die erste Unternehmensgruppe, die öffentlich auf den Überschuss an geplanten Wohnanlagen in diesem Reiseziel aufmerksam macht – nicht nur auf geplante, sondern auch auf solche, die sich im Bau befinden oder bereits fertiggestellt wurden.
Der geschäftsführende Direktor und CEO der Grupo Velutini, Luis Emilio Velutini, erklärte, dass der Immobilienmarkt im Osten des Landes einen Wachstumsprozess durchlaufe, der in bestimmten Segmenten zu einem Überangebot an Wohnprojekten geführt habe, das mittelfristig ein Risiko darstellen könnte.
Neben Investitionen in Einkaufszentren und Bürogebäude hat die Grupo Velutini 3.000 Wohneinheiten in Santo Domingo, Puerto Plata und Punta Cana errichtet. Der Unternehmer wies darauf hin, dass die größte Herausforderung nicht ausschließlich im Umfang der im Osten allgemein laufenden Bauprojekte liege, sondern in der tatsächlichen Fähigkeit der Käufer, die Übergabe der Einheiten finanziell zu stemmen.
Er gab an, dass derzeit ein erheblicher Teil der Erwerber ihre Käufe in einem Umfeld mit wirtschaftlichen Anreizen getätigt habe, die aus der Pandemie resultierten und inzwischen nicht mehr gelten.
„Wir sehen es im unteren Preissegment, in der Mittelschicht und im Luxusbereich. Die Menschen sind nicht bereit, die Immobilien zu übernehmen“, zitierte ihn Diario Libre.
Er erläuterte, dass die Grupo Velutini zwar keinen Rückgang ihrer Verkäufe verzeichne, sich diese Situation jedoch bereits bei anderen Unternehmen der Branche bemerkbar mache und sich zu einem Problem größeren Ausmaßes entwickeln könne.
Der Manager wies darauf hin, dass der Immobiliensektor die Notwendigkeit in Betracht ziehe, eine Art Regulierung für Kurzzeitvermietungsplattformen wie Airbnb einzuführen, da diese derzeit unter ungleichen Bedingungen im Vergleich zu anderen Marktakteuren konkurrierten.
Er erklärte, dass die östliche Region über mehr als 60.000 Zimmer verfüge, die für Kurzzeitaufenthalte zur Vermietung bestimmt seien, gegenüber etwa 50.000 Einheiten, die von der traditionellen Hotelindustrie angeboten würden.
Mit Blick auf Piantini im Distrito Nacional erklärte er, dass der Stadtteil trotz der weit verbreiteten Wahrnehmung einer Sättigung weiterhin über Flächen und Chancen verfüge, die noch erschlossen werden könnten. Es handele sich um ein Gebiet, das weiterhin Wohnnachfrage anziehe, begünstigt durch seine Lage, sein Dienstleistungsangebot und einen urbanen Lebensstil, der für neue Bewohner attraktiv sei.
Seiner Ansicht nach entspreche dieser Prozess einer natürlichen Transformation des städtischen Gefüges und des Profils der dort lebenden Bevölkerung.
