Ohne Verletzte oder Festnahmen

1,3 Tonnen Drogen in San Pedro de Macorís beschlagnahmt

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Agenten der Nationalen Direktion für Drogenkontrolle (DNCD) haben an der Küste der Provinz San Pedro de Macorís ein Drogencargo bestehend aus 1.360 Paketen mit einem Gewicht von über 1,3 Tonnen sichergestellt. Es wird vermutet, dass es sich dabei hauptsächlich um Kokain handelt.

Laut Carlos Devers, Sprecher der Antidrogenbehörde, wurden die Einsatzkräfte beim Zugriff mit Schnellfeuerwaffen beschossen. Die Beamten erwiderten das Feuer, wodurch es zu einem Schusswechsel kam. Glücklicherweise wurden dabei keine Personen verletzt.

In der Nähe des Fundortes beschlagnahmten die Behörden zudem zwei Geländewagen und einen Pickup, die mit laufendem Motor zurückgelassen worden waren. Außerdem wurden ein Gewehrmagazin mit 30 Schuss im Kaliber 5,56, persönliche Dokumente sowie weitere relevante Beweismittel sichergestellt.

Die DNCD und die Staatsanwaltschaft riefen die mutmaßlich Beteiligten dazu auf, sich freiwillig zu stellen, um sich den strafrechtlichen Vorwürfen zu stellen. In der gesamten Zone wurde ein großflächiger Such- und Kontroll-Einsatz gestartet, um die Verantwortlichen zu ermitteln und weitere Beweise sicherzustellen.

Devers betonte, dass die gemeinsamen Einsätze zur Drogenbekämpfung weiterhin intensiviert werden und bereits entscheidende Schläge gegen internationale Drogenhandelsnetzwerke erzielt worden seien, die die Dominikanische Republik als Transitland nutzen wollen.

Die 1.363 Pakete mit mutmaßlichem Kokain und Marihuana wurden an das Nationale Institut für forensische Wissenschaften (INACIF) übergeben, das nun Art und genaues Gewicht der Substanzen feststellen soll.

Die Operation erfolgte nach einem Hinweis aus der Aufklärungsarbeit. Demnach hatten sich mehrere Personen auf einem Schnellboot („Go Fast“) in Richtung der dominikanischen Küste bewegt. Die Einsatzkräfte errichteten daraufhin mehrere Seemeilen südlich von San Pedro de Macorís eine Sperre.

Nach stundenlanger Verfolgung gelang es den Verdächtigen, sich mit riskanten Manövern über den Río Higuamo Zugang zum Landesinneren zu verschaffen. Letztlich setzten sie ihr Boot am Flussdelta Magua auf Grund und flohen zu Fuß. Eine koordinierte Fahndung durch DNCD, Marine und Luftwaffe wurde umgehend eingeleitet.

Im Zuge der Durchsuchung wurde das Schnellboot beschlagnahmt – ausgestattet mit drei Außenbordmotoren mit je 300 PS. An Bord befanden sich 46 Säcke mit den 1.360 Paketen mutmaßlichen Kokains sowie drei Bündel einer Pflanzensubstanz, vermutlich Marihuana. Außerdem wurden neun Benzinfässer, eine Plane und weiteres Beweismaterial gefunden.