In der Dominikanischen Republik sind der Bau- und der Agrarsektor die Bereiche mit dem höchsten Anteil an ausländischer Arbeitskraft. Im Baugewerbe stammen laut dem Bericht „Arbeitsmarkt und ausländische Arbeitskräfte im Bausektor der Dominikanischen Republik“ des Nationalen Migrationsinstituts (INMrd) 98,5 % der ausländischen Arbeiter aus Haiti.
In absoluten Zahlen waren im Jahr 2017 insgesamt 87.924 Haitianer im dominikanischen Baugewerbe beschäftigt. Das entsprach 17,6 % aller haitianischen Migranten im Land (497.825 laut der Nationalen Einwanderungsumfrage ENI-2017).
Laut dem Bericht ist die haitianische Arbeitskraft zwischen 2018 und 2023 deutlich angestiegen. Bereits fünf Jahre zuvor, im Jahr 2012, waren 73.372 Haitianer in der Bauwirtschaft tätig – das bedeutet ein Zuwachs von über 14.000 haitianischen Bauarbeitern zwischen beiden Erhebungen.
Insgesamt stieg die Zahl der ausländischen Erwerbstätigen in der Dominikanischen Republik von 524.632 im Jahr 2012 auf 570.933 im Jahr 2017. Haitianer stellten dabei weiterhin die große Mehrheit: Ihre Zahl wuchs von 458.233 auf 497.825, was in beiden Jahren über 87 % aller Migranten ausmachte.
Was die Beschäftigung betrifft, so waren im Jahr 2017 rund 86,3 % aller im Bausektor beschäftigten Ausländer haitianischer Herkunft. Zudem waren 26,3 % aller erwerbstätigen Haitianer in der Bauwirtschaft tätig, während 61,6 % entweder im Bau oder in der Landwirtschaft beschäftigt waren.
Neuere Daten
Auf Basis von Hochrechnungen unter Einbeziehung der bisherigen Umfragen und des Beschäftigungswachstums wird angenommen, dass die Nachfrage nach haitianischen Arbeitskräften im Bausektor zwischen 2018 und 2023 weiter gestiegen ist. So wurde für 2018 eine Zahl von 86.984 haitianischen Bauarbeitern geschätzt, die bis 2023 auf 111.238 anwuchs.
Auch die Gesamtbeschäftigung im dominikanischen Bauwesen stieg im gleichen Zeitraum – von 354.061 im Jahr 2018 auf 395.722 im Jahr 2023. Laut Bericht liegt der Anteil des Bausektors an der Gesamtbeschäftigung des Landes stabil bei etwa 13 %.
