Illegale Alkoholproduktion gestoppt

Behörden beschlagnahmen gepanschten Alkohol im Wert von 5,9 Millionen Pesos

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Dominikanische Behörden haben in der Provinz San Cristóbal eine illegale Produktionsstätte für verfälschte alkoholische Getränke ausgehoben. Nach Angaben des Ministeriums für Industrie, Handel und Kleinstunternehmen (MICM) wurden dabei Waren und Materialien im geschätzten Wert von 5,97 Millionen dominikanischen Pesos beschlagnahmt.

Die Anlage befand sich in einem dreistöckigen Gebäude im Distrito Municipal Doña Ana bei Yaguate. Dort sollen hochwertige alkoholische Getränke hergestellt, abgefüllt, etikettiert und anschließend in den Handel gebracht worden sein.

An dem Einsatz waren unter anderem der zum MICM gehörende Cuerpo Especializado de Control de Combustibles y Comercio de Mercancías (CECCOM), Staatsanwälte sowie Mitarbeiter der Verbraucherschutzbehörde Pro Consumidor beteiligt.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war nach Angaben der Behörden die Kontrolle eines Fahrzeugs, in dem 180 Flaschen mutmaßlich verfälschter Premium-Rum transportiert wurden. Die daraufhin ausgeweiteten Ermittlungen führten zu der Produktions- und Lagerstätte.

Tausende Flaschen und Produktionsmaterial beschlagnahmt

Bei der Durchsuchung stellten die Behörden insgesamt 25.496 illegale Waren und Materialien sicher.

Darunter befanden sich 4.780 bereits für den Vertrieb vorbereitete Flaschen alkoholischer Getränke, 75 Gallonen reiner Alkohol sowie 27 Fünf-Gallonen-Behälter mit Flüssigkeit, die zum Abfüllen vorbereitet gewesen sein soll.

Zusätzlich wurden mehr als 1.300 weitere Flaschen, leere Behälter, Verschlüsse, mutmaßlich gefälschte Etiketten und Steuerbanderolen beschlagnahmt. Auch industrielle Maschinen zum Mischen und Abfüllen sowie Werkzeuge für die Herstellung von Verpackungen und Kennzeichnungen wurden sichergestellt.

Industrieminister Yayo Sanz Lovatón erklärte, die Behörden würden ihre Kontrollen gegen verfälschten Alkohol fortsetzen. Ziel sei insbesondere, gesundheitliche Schäden und Todesfälle durch den Konsum solcher Produkte zu verhindern.

Nach Angaben des Ministers habe die Dominikanische Republik seit mehr als vier Jahren keinen Todesfall durch verfälschte alkoholische Getränke registriert.

Die Behörden sehen in solchen illegalen Produktionsstätten zugleich ein Problem für Verbraucherschutz, Steuereinnahmen und den legalen Handel. Sie verwiesen auf mögliche Verstöße gegen das Gesundheitsgesetz 42-01 sowie gegen das Gesetz 17-19 über illegalen Handel, Schmuggel und Fälschungen.

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