Absenkung um 0,8%

Cepal senkt Wachstumsprognose für die Dominikanische Republik

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Die Wirtschaft der Dominikanischen Republik wird laut Schätzungen der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (Cepal) im Jahr 2025 um 3,7 % wachsen und damit das sechsthöchste Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Lateinamerika und der Karibik verzeichnen.

Für 2026 prognostiziert die Cepal ein Wachstum von 4,8 % – der zweithöchste Wert in der Region nach Guyana, das dank Investitionen in den Öl- und Gassektor um 20 % zulegen könnte.

Die neuen Schätzungen stellen jedoch eine Absenkung um 0,8 Prozentpunkte im Vergleich zur Prognose vom April 2025 dar, als noch 4,5 % Wachstum erwartet wurden.

Der Rückgang im Vergleich zu 2024 ist laut Noel Pérez, Leiter der Abteilung Wirtschaftsentwicklung bei der Cepal, vor allem auf eine geringere Dynamik der Investitionen im Bau- und Fertigungssektor zurückzuführen – ausgelöst durch Unsicherheit im internationalen Kontext und ein abgeschwächtes globales Wirtschaftswachstum.

Der Bericht „Wirtschaftsstudie Lateinamerika und Karibik 2025. Mobilisierung von Ressourcen zur Entwicklungsfinanzierung“ zeigt, dass sich die Region weiterhin in einer Phase geringen Wachstums befindet. Für 2025 rechnet die Cepal mit einem durchschnittlichen realen BIP-Wachstum von 2,2 % und für 2026 mit 2,3 %, ähnlich wie in den Jahren 2023 und 2024.

Leichte Aufwärtskorrektur für die Region

Für 2025 wurden die Schätzungen gegenüber April (2,0 %) leicht nach oben korrigiert, was auf eine bessere Entwicklung des BIP im ersten Quartal zurückzuführen ist.

„Guatemala, Panama und die Dominikanische Republik werden mit Wachstumsraten von über 3,5 % ein dynamischeres Wachstum zeigen – begünstigt durch den Dienstleistungssektor, den privaten Konsum und Überweisungen von im Ausland lebenden Staatsangehörigen“, so die Cepal.

Für 2026 wird mit einer leichten Erholung auf 1,7 % gerechnet. Dennoch bleibt Mittelamerika aufgrund seiner strukturellen Abhängigkeit von der US-Wirtschaft in den Bereichen Handel, Finanzen und Migration stark anfällig für externe Schocks.

Haiti (-2,3 %) und Kuba (-1,5 %) sind die einzigen Länder in Lateinamerika und der Karibik, deren Wirtschaft Ende 2025 voraussichtlich schrumpfen wird.