Die dominikanische Gewerkschaftszentrale CNTD fordert von Behörden und Tourismusverantwortlichen klare Regeln für die Nutzung öffentlicher Flächen in Miches. Hintergrund ist ein Konflikt um Händler und Dienstleister, die aus anderen Regionen nach Playa Esmeralda kommen und dort touristische Angebote verkaufen.
Nach Angaben der Confederación Nacional de Trabajadores Dominicanos (CNTD) besteht die Gefahr, dass sich daraus Konflikte mit lokalen Beschäftigten und Kleinunternehmern entwickeln. Die Organisation fordert deshalb die kommunalen, provinziellen und nationalen Behörden auf, die bestehenden Regeln für öffentliche Räume durchzusetzen und gleichzeitig das Recht der Einwohner von Miches auf Arbeit zu schützen.
Die CNTD unterstützt dabei mehrere lokale Organisationen aus dem Tourismussektor. Dazu gehören unter anderem die Kunsthandwerkervereinigung Artemi, Vereinigungen von Boots- und Katamaranbetreibern, Reiseveranstalter aus El Seibo, touristische Transportunternehmen, die Hotelvereinigung ProMiches sowie die Gruppe Guardianes de la Cultura de Miches.
Nach Darstellung der Gewerkschaft arbeiten diese Organisationen innerhalb von Strukturen, die mit Tourismusbehörden und Hotels abgestimmt wurden. Dies solle für geordnete Abläufe sorgen und gleichzeitig lokalen Handwerkern und Dienstleistern Zugang zum wachsenden Tourismusgeschäft ermöglichen.
Auslöser der aktuellen Kritik ist laut CNTD die Präsenz von Straßenhändlern aus der Provinz La Altagracia an der Playa Esmeralda. Die Gewerkschaft erklärt, dass bei diesen Anbietern keine eindeutige Verbindung zu den örtlichen Organisationen oder zur bestehenden touristischen Struktur in Miches erkennbar sei.
Dadurch könne eine Konkurrenzsituation entstehen, die insbesondere Beschäftigte und kleine Unternehmer aus Miches benachteilige, die ihre Tätigkeit innerhalb der mit Behörden und Tourismusunternehmen vereinbarten Strukturen organisiert hätten.
Die CNTD betont zugleich, dass es nicht darum gehe, neue wirtschaftliche Akteure grundsätzlich auszuschließen. Vielmehr brauche der wachsende Tourismusstandort klare und für alle Beteiligten nachvollziehbare Regeln.
Nach Auffassung der Gewerkschaft sollte der weitere touristische Ausbau von Miches außerdem gewährleisten, dass neue Investitionen tatsächlich Arbeitsplätze und wirtschaftliche Chancen für die Menschen in den betroffenen Gemeinden schaffen.
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Miches gehört zu den Regionen der Ostküste, die sich durch neue Hotelprojekte und touristische Investitionen derzeit besonders stark verändern.
Miches und der Südosten
Miches verbindet lange Strände und weitgehend naturbelassene Küstenabschnitte mit einer zunehmend ausgebauten touristischen Infrastruktur. Der Hintergrund zeigt die Region und ihre Entwicklung im größeren Zusammenhang.
