José Ignacio Paliza will sich nach seinem Ausscheiden aus dem Vorsitz des Partido Revolucionario Moderno (PRM) stärker mit seiner eigenen politischen Zukunft beschäftigen. Eine konkrete Kandidatur kündigte er jedoch nicht an.
Am 5. September soll Paliza nach rund acht Jahren an der Spitze des PRM den Parteivorsitz an Präsident Luis Abinader übergeben. Abinader war am 9. August einstimmig gewählt worden und soll die Regierungspartei bis 2030 führen.
Paliza erklärte, dass ihn seine bisherige Funktion zu politischer Zurückhaltung verpflichtet habe. Als Parteivorsitzender habe er unterschiedliche Strömungen innerhalb des PRM ausgleichen müssen. Dabei verwies er zunächst auf die politischen Lager um Präsident Abinader und den früheren Staatschef Hipólito Mejía sowie später auf weitere Gruppen, die sich innerhalb der Partei entwickelt hätten.
Mit dem Ende seiner Amtszeit erhalte er nun mehr Freiheit, über ein eigenes politisches Projekt nachzudenken. Dies bedeute allerdings nicht, dass er bereits eine Kandidatur plane. Künftig könne er sich stärker mit seiner persönlichen politischen Zukunft beschäftigen und müsse weniger ausschließlich die Interessen der Partei als Institution berücksichtigen.
Eine erneute Bewerbung um ein Wahlamt schloss Paliza grundsätzlich nicht aus. Er erklärte, dort zur Verfügung zu stehen, wo ihn seine Partei benötige. Auch eine spätere Rückkehr als Senator seiner Heimatprovinz Puerto Plata sei für ihn grundsätzlich vorstellbar. Derzeit gehöre eine solche Kandidatur jedoch nicht zu seinen konkreten Plänen.
Paliza erwartet Veränderungen in der Regierung
Paliza äußerte sich zudem zu möglichen Umbesetzungen innerhalb der Regierung. Nach seinen Angaben sollen in den kommenden Tagen Veränderungen an der Spitze einiger staatlicher Institutionen erfolgen.
Ob er selbst in eine andere Funktion wechseln könnte, liege nach seinen Worten allein in der Entscheidung von Präsident Abinader. Paliza sagte, er rechne derzeit nicht mit einer größeren Veränderung seiner eigenen Position. Zugleich erklärte er, dass er personelle Veränderungen innerhalb der Regierung für sinnvoll halte und davon ausgehe, dass diese erfolgen werden.
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