467 Megawatt ab 2027

Neue Gaskraftwerksanlage in Boca Chica zu 92 Prozent fertig

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Der Bau des neuen Gaskraftwerks Generadora San Felipe Andrés I in Punta Caucedo bei Boca Chica ist nach Angaben der Projektentwickler zu 92 Prozent abgeschlossen. Die Anlage soll ab Mai 2027 bis zu 467 Megawatt (MW) in das nationale Verbundnetz SENI einspeisen.

Das Kraftwerk wird als Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk mit Erdgas betrieben. Nach den veröffentlichten technischen Angaben soll die Anlage einen Nettowirkungsgrad von 64 Prozent erreichen.

Von der gesamten Kapazität wurden bereits 400 MW für einen Zeitraum von 15 Jahren vertraglich gebunden. Grundlage war die internationale öffentliche Ausschreibung EDES-LPI-NG-04-2023.

Präsident Luis Abinader besichtigte die Baustelle gemeinsam mit Vertretern des Energiekabinetts. Dabei wurden unter anderem die Bereiche für Gas- und Dampfturbinen, Wärmerückgewinnung, Kühltürme, Wasseraufbereitung, Transformatoren, Umspannwerk und Kontrollzentrum besichtigt.

Mehr Reserve für das Stromsystem

Héctor Rizek, Partner der am Projekt beteiligten Unternehmen Nexgen Capital und Generadora San Felipe, erklärte, die Inbetriebnahme der neuen Anlage werde dazu beitragen, die Reservekapazität des dominikanischen Stromsystems auf 15 bis 20 Prozent zu erhöhen.

Nach den zum Projekt veröffentlichten Angaben soll das Kraftwerk einen bedeutenden Anteil der landesweiten Stromversorgung übernehmen. Die Betreiber beziffern diesen auf rund 13 Prozent des Energiebedarfs des Landes.

Rizek geht zudem davon aus, dass während der beiden Amtsperioden der derzeitigen Regierung insgesamt etwa 2.500 MW zusätzliche thermische Erzeugungskapazität installiert werden.

Projektpartner Javier Tejada führte den Baufortschritt unter anderem auf die Modernisierung der bestehenden Erzeugungsstruktur und die vom Staat durchgeführten Ausschreibungsverfahren zurück.

Die neue Anlage ist Teil des Ausbaus der Stromerzeugung in der Dominikanischen Republik. Mit zusätzlichen Kapazitäten soll das Netz stabilisiert und ausreichend Reserve geschaffen werden, um Schwankungen bei Nachfrage und verfügbarer Erzeugung besser ausgleichen zu können.

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