Rätsel um 27 Busse

CNTT fordert Untersuchung zu 27 Bussen in Santiago

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Die dominikanische Transportgewerkschaft Confederación Nacional de Trabajadores del Transporte (CNTT) fordert eine Untersuchung zum Verbleib von 27 Bussen, die nach ihren Angaben für den öffentlichen Nahverkehr in Santiago bestimmt waren. Die Fahrzeuge sollten ursprünglich im geplanten Verkehrskorridor Duarte eingesetzt werden, seien dort jedoch nie in Betrieb gegangen.

CNTT-Präsident Juan Marte erklärte, die Busse mit jeweils rund 50 Sitzplätzen hätten einen geschätzten Gesamtwert von etwa 250 Millionen dominikanischen Pesos. Drei der CNTT angeschlossene Linien seien für das Projekt ausgewählt worden. Deren Vertreter hätten technische Unterlagen zu den Fahrzeugen erhalten und Dokumente im Zusammenhang mit Import und späterem Einsatz unterzeichnet.

Nach Darstellung von Marte wurden die Busse zwar in die Dominikanische Republik eingeführt und aus dem Hafen abgeholt, jedoch nicht an die vorgesehenen Verkehrsunternehmen übergeben.

Der Gewerkschaftschef erklärte, ihm lägen Informationen vor, wonach die Fahrzeuge gegenüber dem Staat abgerechnet und anschließend für private Zwecke eingesetzt worden sein könnten. Gleichzeitig räumte er ein, dass die CNTT keine Belege dafür besitzt, wer eine entsprechende Abholung oder Weitergabe der Busse genehmigt haben soll.

Die Organisation fordert deshalb das Instituto Nacional de Tránsito y Transporte Terrestre (Intrant) auf, die Unterlagen zur Anschaffung, Einfuhr, Übernahme und Zuweisung der Fahrzeuge zu überprüfen. Geklärt werden soll insbesondere, wo sich die 27 Busse derzeit befinden, wer sie übernommen hat und weshalb sie nicht für den ursprünglich vorgesehenen Verkehrskorridor eingesetzt wurden.

Die Forderung wurde nach Angaben der CNTT bei einem Treffen mit dem neuen Exekutivdirektor des Intrant vorgebracht, an dem 82 Vertreter des städtischen, regionalen und überregionalen Transportsektors teilnahmen.

Marte erklärte außerdem, Präsident Luis Abinader und Präsidentschaftsminister José Ignacio Paliza seien über den Vorgang informiert worden. Die CNTT verlangt eine administrative Untersuchung, um die Verwendung der für die Busse eingesetzten Mittel zu überprüfen und mögliche Verantwortlichkeiten festzustellen, falls sich Unregelmäßigkeiten bestätigen.

Zusätzlich hat die Organisation nach eigenen Angaben bei der Cámara de Cuentas einen Antrag auf Prüfung des Intrant und verschiedener Programme des öffentlichen Verkehrs eingereicht.

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