u.a. Einführung von Pfand- und Rücknahmesystemen in Supermarktketten

Das Projekt Plastic Reboot sucht Lösungen für die Kunststoffverschmutzung

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Das Ministerium für Umwelt und natürliche Ressourcen hat in Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (PNUD) und dem Globalen Umweltfonds (GEF) das Projekt Plastic Reboot ins Leben gerufen.

Diese strategische Initiative entsteht als direkte Antwort auf das exponentielle Wachstum der Abfallmengen im Land und zielt darauf ab, die Produktions- und Konsumgewohnheiten des Landes zu verändern, wobei der Schwerpunkt auf der Reduzierung von Einweg-Kunststoffverpackungen im Lebensmittel- und Getränkesektor liegt.

Die Initiative reagiert auf die Notwendigkeit, das Wachstum der städtischen Siedlungsabfälle anzugehen, das Schätzungen zufolge bis 2025 13.349 Tonnen pro Tag erreichen wird, wovon 8,4 % aus Kunststoffen bestehen.

Das Projekt ist auf eine Laufzeit von fünf Jahren ausgelegt und verfügt über messbare Ziele. Erwartet wird, dass die Entstehung von 11.158 Tonnen Kunststoffabfällen vermieden und jährlich mehr als 24.000 Tonnen CO₂-Äquivalent reduziert werden.

Es wird davon ausgegangen, dass 628.729 Menschen direkt erreicht werden.

Das GEF-SCCP-Projekt, das auf dem Gesetz Nr. 225-20 über die integrierte Bewirtschaftung und Mitverwertung fester Abfälle sowie dessen Änderung, dem Gesetz Nr. 98-25, basiert, wird die Umsetzung der erweiterten Herstellerverantwortung (REP) stärken.

Zu den operativen Maßnahmen zählen die Einführung von Pfand- und Rücknahmesystemen in Supermarktketten, die Förderung des Verkaufs von Waren in loser Form sowie die Formalisierung von Geschäftsmodellen für Basisrecycler (Buzos).

Das GEF-SCCP wird über vier zentrale Komponenten umgesetzt: Governance und Politikgestaltung, finanzielle Innovation, Demonstrationsaktivitäten sowie Bildung und Verhaltensänderung.

Das Projekt legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Gleichstellung der Geschlechter und zielt darauf ab, Frauen als Akteurinnen des Wandels und als Unternehmerinnen in der Kunststoff-Wertschöpfungskette zu stärken. Ebenso wird an der Formalisierung und Verbesserung der Lebensqualität informeller Recycler (Buzos) gearbeitet, indem diese würdevoll in neue zirkuläre Geschäftsmodelle integriert werden.