Das neue Jahr hat angefangen und beginnt mit wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen. Dabei stellen der Anstieg der Lebensmittelpreise, die Kriminalität, die Gewalt und die Unsicherheit die größten Probleme dar, mit denen die Dominikanische Republik konfrontiert ist.
So geht es aus einem Dokument des Consejo Dominicano de Unidad Evangélica (Codue) hervor, das das „komplexe wirtschaftliche, soziale und institutionelle Panorama, das das Land durchläuft, sowie die Herausforderungen mit Blick auf das Jahr 2026“ beleuchtet. Zugleich werden darin Strategien zu deren Bewältigung dargelegt.
Auf wirtschaftlicher Ebene „beobachten wir mit Sorge eine deutliche Abschwächung des Wachstums, hohe öffentliche Verschuldung und einen anhaltenden Anstieg der Lebenshaltungskosten. Der Anstieg der Lebensmittelpreise und die Verringerung der Kaufkraft treffen die verletzlichsten Bevölkerungsgruppen direkt und erzeugen Angst und Unsicherheit bei Tausenden dominikanischer Familien“, heißt es in dem Schreiben.
Angesichts dieser Herausforderung ruft man die Gesellschaft dazu auf, die familiäre und häusliche Landwirtschaft durch den Aufbau von Gewächshäusern sowie die Schaffung effizienter Vertriebsstellen über Märkte und Volksverkäufe zu fördern.
Hinsichtlich der Wirtschaft und der Unterstützung des ländlichen Raums wird betont, dass es „vorrangig ist, den realen produktiven Apparat zügig weiter zu stärken, indem in ländliche Wege investiert, der Ankauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse sichergestellt und die pünktliche Bezahlung der Produzenten garantiert wird, wobei der strategische Wert des Agrarsektors für die Ernährungssicherheit und die soziale Stabilität anerkannt werden muss“, so Codue.
Zur öffentlichen Unsicherheit
Im Kontext der öffentlichen Unsicherheit, die sich im Anstieg von Kriminalität und Gewalt widerspiegelt, erklärt Codue, dass diese Realität „entschlossenere, präventive und menschliche öffentliche Politiken erfordert, die die Institutionen stärken und das friedliche Zusammenleben in unseren Gemeinschaften gewährleisten“.
Zugleich wird vor den negativen Auswirkungen der Institutionen und der im Land bekannt gewordenen Korruptionsfälle gewarnt und darauf hingewiesen, dass dies „das soziale Misstrauen vertieft und die demokratische Stabilität gefährdet, die wir als Nation so sehr schätzen“.
Daher wird dazu aufgerufen, die laufenden Programme fortzuführen, die eine sektorübergreifende Integration fördern und dabei Staat, Gemeinschaften, Kirchen und Zivilgesellschaft einbeziehen, um sicherzustellen, dass „wir gemeinsam auf sicherere Lebensräume hinarbeiten können“.
Weitere Herausforderungen in der Dominikanischen Republik
Der Consejo Dominicano de Unidad Evangélica (Codue) hat zudem seine Besorgnis über die Qualität grundlegender öffentlicher Dienstleistungen wie Gesundheit und Bildung zum Ausdruck gebracht.
In diesem Zusammenhang wird betont, dass Bildung die transformierende Achse darstellt und weiterhin eine nationale Priorität sein muss.
„Bildung muss einen zentralen Platz auf der nationalen Agenda einnehmen, nicht nur als Haushaltszuweisung, sondern als umfassende Politik, die auf Wertevermittlung, Beschäftigungsfähigkeit und sozialen Zusammenhalt ausgerichtet ist“, heißt es in der Mitteilung.
In Bezug auf die Migration erklärt die Organisation, die Führungskräfte und Vertreter evangelischer Kirchen vereint, dass die Einhaltung des Gesetzes 285-04 sowie der festgelegten Protokolle gewährleistet werden müsse, gleichzeitig aber auch in Technologie investiert und die Überwachung zu Luft, zu Wasser und zu Land gestärkt werden solle.
