Häfen, Flughäfen und weitere Schnellstraßen in Planung

Der Verkehr ist das Rückgrat der Entwicklung – kein rein technisches Thema

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Präsident Luis Abinader eröffnete gestern den Regionalen Dialog über öffentliche Verkehrspolitik und betonte dabei die strategische Rolle der Mobilität als grundlegende Säule für den sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt – und nicht bloß als ein technisches oder ingenieurwissenschaftliches Thema.

Abinader beschrieb das Konzept des Verkehrs über seine physische Infrastruktur hinaus. Er erklärte, dass dieser nicht nur aus Straßen, Eisenbahnen, Häfen oder Flughäfen bestehe, sondern das Rückgrat der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Landes bilde.

„Für uns bedeutet eine Investition in den Verkehr eine Investition in Gerechtigkeit, Produktivität und Gesundheit. Verkehr ist keine Begleiterscheinung, sondern Entwicklung“, betonte der Präsident während der Veranstaltung im Kongresszentrum des Außenministeriums.

Er erwähnte außerdem den Bau eines strategischen Hafens im Norden, des sogenannten Hafens von Manzanillo, der mit Unterstützung der Interamerikanischen Entwicklungsbank entsteht und die gesamte Nordregion der Insel in eine neue logistische Achse der Karibik verwandeln soll.

„Davon, wie wir das Mobilitätssystem gestalten, wird die Luftqualität abhängen, die uns die Bürger fordern, ebenso wie die soziale Gerechtigkeit in den Städten sowie die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit unserer Institutionen“, erklärte Abinader.

Im Rahmen des Mobilitätsplans erwähnte der Präsident auch die Integration der Systeme Metro, Seilbahn und Monorail in Santo Domingo und Santiago, um den öffentlichen Verkehr zu verbessern und den Bürgern einen leichteren Zugang zu ermöglichen.

„Hier in Santo Domingo können wir diesen Wandel beginnen, indem wir gemeinsam eine neue Mobilitätskarte entwerfen – eine menschlichere, intelligentere und vor allem nachhaltigere“, sagte er.

Der Präsident hob die Bedeutung dieses Treffens hervor und betonte, dass es das erste Mal sei, dass der Dialog unter gemeinsamer Koordination der Interamerikanischen Entwicklungsbank (BID) und des Internationalen Transportforums (ITF) stattfinde – zwei Institutionen, die Wissen und globalen Handlungswillen vereinen.

„Das Programm dieses Dialogs behandelt Zukunftsfragen und Themen, die eine neue Ära im Verkehrssektor prägen werden: nachhaltige Finanzierung öffentlicher Verkehrssysteme, die Energiezukunft, der Übergang zu sauberer Elektromobilität, die Auswirkungen neuer Technologien, die Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimarisiken, Verkehrssicherheit als Lebenspriorität und die Rolle des Verkehrs bei der Stärkung globaler Lieferketten“, fügte er hinzu.

Auch der Minister für öffentliche Bauten und Kommunikation, Eduardo Estrella, erklärte, dass dieses Treffen dem Ziel diene, den Verkehr des Landes zu stärken und Strategien auf Basis der Erfahrungen internationaler Experten zu entwickeln.

Estrella hob den historischen Wert der Konferenz hervor, die es ermögliche, gemeinsame Herausforderungen wie Verkehrssicherheit, globale Lieferketten und die Finanzierung öffentlicher Verkehrssysteme zu diskutieren.

Der Minister fügte hinzu, dass die Regierung während der Gespräche die Erfahrungen der Fachleute angehört habe, um sie anschließend zu bewerten und im dominikanischen Verkehrswesen umzusetzen – nicht nur als Mobilitätsplan, sondern als langfristige Strategie für die Zukunft.

Das Treffen zielt außerdem darauf ab, ein Netzwerk lateinamerikanischer und karibischer Verkehrsbehörden (LAC) zu schaffen, um die Zusammenarbeit und den Austausch bewährter Praktiken zwischen den Ländern der Region zu fördern.