Der Sporttourismus hat sich weltweit zu einem der am schnellsten wachsenden Trends entwickelt, und die Dominikanische Republik verfügt über alle Elemente, um die Region Zentralamerika und die insulare Karibik anzuführen. Dennoch schöpft das Land sein Potenzial bislang nicht aus.
Das erklärt Yerik Pérez, Präsident und Gründungsmitglied der Dominikanischen Vereinigung für Sporttourismus (Adoturd), der versichert, dass sich das Land in „seinem besten Moment“ befindet, um sportliche Veranstaltungen in eine rentable, nachhaltige und messbare Industrie zu verwandeln.
Während weltweit 10 % des Tourismus durch den Sport motiviert sind, reisen in der Dominikanischen Republik laut einer aktuellen Erhebung des Tourismusministeriums lediglich 2 % der Besucher aus sportlichen Gründen an.
„Das zeigt das große Potenzial, das wir haben, um den Sporttourismus zu kapitalisieren“, betont Pérez.
Für Pérez besteht der erste Schritt zur Erschließung dieser Industrie darin, die tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen jeder großen Sportveranstaltung zu messen, wie Diario Libre berichtet.
Als Beispiel nennt er Ocean Man, eine internationale Veranstaltung im Freiwasserschwimmen, an der 1.250 Athleten teilnahmen, von denen 82 % aus dem Ausland kamen. Zusammen mit ihren Begleitpersonen sorgten sie an einem einzigen Wochenende in Bayahíbe für mehr als 3.000 Touristen.
Pérez erklärt, dass man, sobald dieser Einfluss mit Daten belegt ist, Investitionen anziehen, staatliche Unterstützung rechtfertigen und den privaten Sektor davon überzeugen kann, solche Initiativen zu wiederholen.
