Korruption bei Auftragsvergaben

ProCompetencia untersucht 2025 16 Unternehmen wegen Absprachen

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Die Exekutivdirektion der Nationalen Kommission zur Verteidigung des Wettbewerbs (Pro-Competencia) ordnete im Jahr 2025 von Amts wegen eine Untersuchung gegen 16 Wirtschaftsteilnehmer wegen mutmaßlicher Absprachen bei öffentlichen Beschaffungen an.

Die letzten drei genannten Wirtschaftsteilnehmer sind Indermerica, S.R.L.; Paulino Moreta Cocina Industrial S.R.L.; und Andreina Ortiz Paulino.

Pro-Competencia beantragte die Ermittlungen auf der Grundlage begründeter Anhaltspunkte für eine Koordinierung von Angeboten und wettbewerbswidrige Praktiken in einem Vergabeverfahren für das Schulernährungsprogramm, das vom Nationalen Institut für das Wohl der Schüler (INABIE) ausgeschrieben wurde.

Demnach sollen die wirtschaftlichen Einheiten untereinander eine Vereinbarung getroffen haben, um im Rahmen eines vom Staat einberufenen Beschaffungsverfahrens nicht miteinander zu konkurrieren.

ANWENDUNG DER RESOLUTION

Die Resolution Nr. RII-DE-AAC-005-2025 legt fest, dass die Exekutivdirektion während der Analyse der Ausschreibungsunterlagen mehrere Übereinstimmungen festgestellt hat, die die Hypothese einer möglichen Absprache zwischen den genannten Wirtschaftsteilnehmern stützen.

Dazu gehören gesellschaftsrechtliche Verbindungen zwischen den Bietern, die gemeinsame Nutzung identischer Telefonnummern im Handelsregister und beim Notar sowie die Beschaffung zentraler Dokumente, unter anderem weitere Unregelmäßigkeiten.

Die Identifizierung von Ähnlichkeiten in verschiedenen Elementen deutet auf eine mögliche Koordinierung hin, um die Ergebnisse des Vergabeverfahrens zu manipulieren.

GEMEINSAME BEWERTUNG

„Aus der aus den von den untersuchten Wirtschaftsteilnehmern eingereichten Angeboten gesammelten Dokumentation hat diese Exekutivdirektion Hinweise identifiziert, die in ihrer Gesamtheit bewertet ein systematisches Verhaltensschema erkennen lassen.

(…), wonach die untersuchten Wirtschaftsteilnehmer nicht als unabhängige Wettbewerber gehandelt haben, sondern als koordiniertes Kollektiv (…) während des mit der Nummer INABIE-CCC-LPN-2023-0049 gekennzeichneten Beschaffungsverfahrens“, heißt es in der Resolution.

Diese Praktiken verzerren den Markt, erhöhen die Preise künstlich und verringern die Effizienz und Transparenz bei der Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen, was sich unmittelbar auf das Wohl der Bürger auswirkt.