Frank Rainieri, Chairman der Grupo Puntacana, treibt eine ehrgeizige Initiative voran: Jeder Tourist, der die Dominikanische Republik besucht, soll künftig bis zu 300 US-Dollar pro Nacht ausgeben. Derzeit liegt der Durchschnitt bei 172 US-Dollar, doch Rainieri ist überzeugt, dass sich dieser Konsum in den kommenden fünf Jahren um 50 bis 70 % steigern lässt.
Das Ziel kommt nicht nur der Hotellerie zugute, sondern entfaltet positive Effekte auf die gesamte Wirtschaft des Landes. Mit mehr als 10 Millionen Besuchern pro Jahr würde ein höherer Pro-Kopf-Verbrauch zusätzliche Einnahmen für Restaurants, lokale Unternehmer, Kunsthandwerker und die gesamte touristische Wertschöpfungskette generieren. Rainieri betont: „Mit diesem Spillover steigen alle sozialen Sektoren – und ihre Einkommen ebenfalls.“
Zentrale Maßnahmen zur Steigerung des Konsums
Sowohl Regierung als auch Privatsektor setzen bereits konkrete Schritte um, um dieses Ziel zu erreichen:
- Ansiedlung nordamerikanischer Hotelketten: zur Sicherung der Ankunft weiterer Touristen aus dem wichtigsten Quellmarkt.
- Verbesserung der Verkehrssicherheit: Sichere Straßen sollen Besucher motivieren, Fahrzeuge zu mieten, was ihre Ausgaben täglich um 400 bis 500 US-Dollar erhöht.
- Förderung des gastronomischen Tourismus: Gäste sollen verstärkt außerhalb der Hotels speisen.
- Stärkung des Sporttourismus: durch Veranstaltungen, an denen Touristen aktiv teilnehmen oder als Zuschauer Tickets erwerben können.
- Ankurbelung des Kunsthandwerks: Besucher sollen dominikanische Produkte und Souvenirs kaufen.
Öffentlich-private Partnerschaft zur Umsetzung der Initiative
Tourismusminister David Collado stellte die Strategie nach einem Treffen mit mehr als 30 Branchenvertretern – darunter Mitglieder der Hotel- und Tourismusvereinigung Asonahores – vor. Dabei wurden die institutionelle Arbeit evaluiert und neue Investitionsmöglichkeiten sowie touristische Angebote diskutiert, die den Konsum der Gäste steigern sollen.
Der Anstieg der touristischen Ausgaben gilt als zentraler Motor für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Dank der engen Zusammenarbeit von Staat und Privatwirtschaft will sich die Dominikanische Republik als Premium-Destination etablieren, mehr Arbeitsplätze schaffen und lokale Unternehmen nachhaltig stärken.
