Im Jahr 2022 bestanden die meisten Haushalte in der Dominikanischen Republik aus zwei bis drei Personen – ein signifikanter Rückgang der durchschnittlichen Haushaltsgröße in den letzten 17 Jahren.
Das geht aus der Nationalen Haushaltsumfrage zu verschiedenen Zwecken (Enhogar 2005–2022) hervor, die vom Nationalen Statistikamt (ONE) durchgeführt wurde. Ein Vergleich der Daten zeigt, dass im Jahr 2005 die Mehrheit der Haushalte noch aus vier bis fünf Personen bestand.
Im Jahr 2022 setzten sich die Haushalte wie folgt zusammen:
- 45,5 % aus zwei bis drei Personen,
- 28,0 % aus vier bis fünf Personen,
- 20,7 % bestanden nur aus einer Person,
- 5,1 % aus sechs bis sieben Personen,
- nur 0,6 % aus acht bis neun Personen,
- und lediglich 0,1 % aus zehn oder mehr Personen.
Diese Entwicklung zeigt einen klaren Trend hin zu kleineren Haushalten. Während 2005 noch 37,9 % der Haushalte aus vier bis fünf Personen bestanden, waren es bei zwei bis drei Personen 34,6 % und bei sechs bis sieben Personen 12,9 %.
Im Jahr 2010 begannen sich die heutigen Mehrheitsverhältnisse abzuzeichnen:
- 36,8 % der Haushalte bestanden aus zwei bis drei Personen,
- 34,8 % aus vier bis fünf,
- und 14,0 % aus nur einer Person.
Im Jahr 2015 setzte sich dieser Trend fort:
- 40,4 % der Haushalte hatten zwei bis drei Mitglieder,
- 32,5 % vier bis fünf,
- und 16,7 % nur einen Bewohner.
Laut ONE lässt sich dieser Wandel unter anderem durch den Rückgang der familiären Haushaltsgröße und die steigende Präferenz für kleinere Haushalte in städtischen Gebieten erklären.
Bezogen auf die Haushaltsformen bleibt die Kernfamilie (Eltern mit Kindern) mit 51,3 % am häufigsten. Es folgen:
- Einzelhaushalte mit 20,7 %,
- zusammengesetzte Haushalte (Kernfamilie plus weitere Mitglieder) mit 12,3 %,
- erweiterte Familien (z. B. mit Großeltern) mit 15,7 %.
Zudem ist eine Verlagerung der Bevölkerung von ländlichen Gebieten in den Großraum Ozama/Metropolitana zu beobachten: Zwischen 2006 und 2022 stieg der Anteil der dort ansässigen Haushalte von 30,2 % auf 37,6 %.
