Fünf Tage-Frist für undokumentierte Haitianer abgelaufen

Bürgermeister aus Dajabón geht auf die Straße, um nach Haitianern zu suchen

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Der Bürgermeister der Provinz Dajabón, Santiago Riverón, hat auf die Äußerungen der Innenministerin Faride Raful reagiert und erklärt, dass er weiterhin Razzien zur Festnahme von haitianischen Migranten ohne Aufenthaltsdokumente durchführen werde.

„Faride hat recht, aber solange sie mir nicht beweist, dass ich keine Befugnis dazu habe, werde ich meine Arbeit fortsetzen. Um das zu beweisen, müsste sie mich verklagen und vor Gericht bringen. Solange das nicht geschieht, machen wir weiter“, erklärte der Bürgermeister.

Nachdem die von ihm gesetzte Frist von fünf Tagen für undokumentierte Haitianer abgelaufen war, leitete Riverón persönlich eine Durchsuchungs- und Festnahmeaktion ein. Dabei erhielt er Unterstützung von der Generaldirektion für Migration sowie der Gemeindepolizei.

Er betonte zugleich, dass keine Abschiebungen durch die Gemeindeverwaltung vorgenommen würden, sondern lediglich Festnahmen. Die Betroffenen würden an die Migrationsbehörde übergeben, die für Abschiebungen zuständig sei.

„Wir haben keine einzige Abschiebung vorgenommen, weil das nicht in unsere Zuständigkeit fällt. Unsere Aufgabe ist es, Ordnung, Sauberkeit, Struktur und Sicherheit im Ort zu gewährleisten – und das ist mit der illegalen Präsenz von Haitianern in unserem Gemeindegebiet nicht möglich“, so Riverón weiter.

Der Bürgermeister erklärte, dass in einigen Vierteln Haitianer bereits freiwillig ihre Unterkünfte verlassen hätten. Wie viele Personen im Rahmen der aktuellen Maßnahmen festgenommen wurden, ist derzeit nicht bekannt.

Die festgenommenen Ausländer wurden in das Migrationszentrum von Dajabón gebracht, wo sie registriert und anschließend nach Haiti zurückgeführt werden sollen.