Täglich nutzen mehr als 300.000 Personen die Metro

Die Metro von Santo Domingo verfügt über 69 Züge und 207 Waggons

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Die Behörde für die Neuordnung des Transports (Opret) hat seit 2006 insgesamt 69 Züge mit je drei Waggons angeschafft, was 207 Waggons ergibt, verteilt auf die Linien 1, 2A, 2B und 2C, wobei letztere noch nicht in Betrieb ist.

Wie die Institution gegenüber Listín Diario erklärte, wurde 2006 – ein Jahr nach ihrer Gründung durch das Dekret 477-05 – die Herstellung und Inbetriebnahme der ersten 19 Züge für Linie 1 mit ihren 16 Stationen beauftragt.

2018 kamen weitere acht Züge hinzu, um die Transportkapazität zu erweitern. 2021 folgten weitere acht und 2022 nochmals sieben. Damit verfügt die Linie 1 heute über 40 Züge mit 120 Waggons.

Für die Linie 2A wurden 2015 insgesamt 15 Züge mit 45 Waggons angeschafft, während im gleichen Jahr die Linie 2B sechs Züge mit 18 Waggons erhielt.

Für die Linie 2C, die sich noch im Bau befindet, wurde 2023 die Herstellung und Lieferung von acht Zügen (24 Waggons) beauftragt, die sich derzeit im Versand befinden.

Die Behörde erklärte, dass jede Anschaffung Herstellung, erste Tests, internationalen Transport sowie Integrationsprüfungen im lokalen System umfasse, bevor die Züge in Betrieb gehen. Zudem fehlen von den zehn Zügen, die 2022 für die Verstärkung der Linie 1 bestellt wurden, noch drei zur Lieferung.

Über die Gesamtsumme der Investitionen in Züge und Waggons seit Beginn machte die Institution keine Angaben.

Am 10. August dieses Jahres nahm die Regierung jedoch vier neue Züge mit jeweils sechs Waggons in Betrieb – doppelt so viele wie die bisherigen Züge mit drei Waggons – um die Kapazität der Linie 1 des Metrosystems von Santo Domingo zu erweitern.

Kapazität

Mit diesen neuen Zügen erhöhte sich die Beförderungskapazität der Linie 1 von 14.000 auf 22.000 Fahrgäste, was laut den Behörden die Warteschlangen verkürzen und die Wartezeiten reduzieren soll. Täglich nutzen mehr als 300.000 Personen das System.

Die Investition für diese Erweiterung belief sich auf insgesamt 260 Millionen US-Dollar. Ein Teil wurde über die Französische Entwicklungsagentur (AFD) finanziert und umfasste nicht nur die Züge, sondern auch die Verlängerung der Bahnsteige von fünf Hochstationen im Norden von Santo Domingo von 60 auf 120 Meter, um Züge mit sechs Waggons aufnehmen zu können.

Die Behörde bestätigte außerdem, dass jährlich rund 358,9 Millionen Pesos für Haftpflicht- und Schadensversicherungen bei Seguros Banreservas aufgewendet werden. Zunächst deckte die Versicherung nur die Installationsphase ab, seit 2008 umfasst sie auch die Inbetriebnahme der ersten Züge der Linie 1 während der Tests der Gleise und elektromechanischen Systeme.

Die Opret gab an, dass diese Versicherungen bereits mehrfach in Anspruch genommen wurden, unter anderem bei Verkehrsunfällen mit einem Bus, einem Pick-up und einem Jeep sowie bei kleineren Schäden wie Glasbrüchen oder Beulen. Einer der jüngsten Unfälle ereignete sich am 16. September 2023, als zwei Züge zwischen den Stationen Mamá Tingó kollidierten.

Chronologie von Vorfällen

Am 14. August 2023 löste sich eine abgehängte Deckenplatte von rund vier Quadratmetern in der Station Rosa Duarte der Linie 2. Der Vorfall wurde in sozialen Netzwerken verbreitet, es gab jedoch keine Verletzten. Laut offizieller Mitteilung war die Struktur nicht gefährdet, Angaben zu Reparaturkosten oder Ursachen wurden nicht gemacht.

In Erinnerung ist auch der Anschlag vom 27. Oktober 2014 in der Metro, bei dem 18 Personen verletzt wurden und erheblicher Sachschaden entstand. Der Täter wurde zur Zahlung von 241.160,61 Euro (umgerechnet 12.202.726,36 Pesos) verurteilt.