Dominikanische Sicherheitskräfte haben bei einem Überwachungs- und Abfangmanöver vor der Küste der Provinz Pedernales ein Schnellboot mit mutmaßlich über 1,5 Tonnen Kokain gestoppt. Insgesamt wurden 1.536 Pakete der Droge sichergestellt.
Die gemeinsame Operation wurde von der Nationalen Drogenkontrollbehörde (DNCD), der Marine der Dominikanischen Republik (ARD), der Luftwaffe (FARD) sowie staatlichen Geheimdiensten unter Koordination der Staatsanwaltschaft durchgeführt. Dabei wurden drei Dominikaner und ein Kolumbianer festgenommen.
Laut Einsatzbericht wurde eine verdächtige Schnellboot-Landung („Go-Fast“-Typ) beobachtet, woraufhin alle Einsatzprotokolle aktiviert wurden, um ein mögliches internationales Drogenschmuggelszenario zu verhindern.
Die Verfolgung dauerte über zwölf Stunden und erfolgte mit Hubschraubern, Marineeinheiten und taktischen Bodentruppen. Schließlich konnte das etwa 35 Fuß lange Boot westlich von Cabo Falso (Pedernales) auf hoher See abgefangen werden.
Im Inneren der grauen Motoryacht mit zwei Außenbordmotoren à 250 PS wurden 53 Paketeinheiten mit insgesamt 1.536 Paketen mutmaßlichen Kokains entdeckt. Die Drogen waren in schwarzen Plastiksäcken verpackt und mit verschiedenen Logos gekennzeichnet.
Zusätzliche Sicherstellungen
Neben den vier festgenommenen Personen wurden ein Mobiltelefon, ein GPS-Gerät, zwei Funkbatterien, eine Kühlbox mit Wasser und Energydrinks, 13 Kraftstofftanks, eine Reisetasche mit Kleidung und weitere Beweisstücke beschlagnahmt.
Die Staatsanwaltschaft und die DNCD vertiefen derzeit die Ermittlungen, während die landesweiten Aufklärungs- und Koordinierungsmaßnahmen gegen den Drogenhandel weiter verstärkt werden. Die Behörden betonen, dass die Drogen häufig per Schnellbooten aus Südamerika eingeführt werden.
Historischer Fund
Die beschlagnahmte Menge zählt zu den größten jemals in der dominikanischen Geschichte sichergestellten Drogenlieferungen.
Die DNCD würdigte die entschlossene Unterstützung durch die Streitkräfte, die Generalstaatsanwaltschaft, die Geheimdienste und internationale Kooperationspartner, die für den Erfolg im Kampf gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität ausschlaggebend sei.
Die vier Festgenommenen werden in den kommenden Stunden der Justiz vorgeführt. Sie müssen sich wegen Verstoßes gegen das Drogengesetz 50-88 verantworten. Die Drogenpakete wurden dem Nationalen Institut für forensische Wissenschaften (INACIF) übergeben, um Substanztyp und genaues Gewicht zu analysieren.
