Wachstum sinkt von fünf Prozent auf 2,7 %

Präsident gesteht wirtschaftliche Abschwächung ein: „Die Bevölkerung spürt es“

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Präsident Luis Abinader hat während seiner wöchentlichen Pressekonferenz „La Semanal“ bestätigt, dass die Dominikanische Republik derzeit eine Verlangsamung des wirtschaftlichen Wachstums erlebt.

Abinader führte diese Abschwächung in hohem Maße auf internationale Rahmenbedingungen zurück – insbesondere auf neue Zollpolitiken der US-Regierung unter Donald Trump, deren Auswirkungen sich auch auf das Land niederschlagen.

„Wir möchten klarstellen, dass wir zwar ein geringeres Wachstum verzeichnen – und ich weiß, dass die Bevölkerung das spürt. Wenn das Wachstum von fünf Prozent auf 2,7 % oder drei Prozent sinkt, wie wir es derzeit kumuliert haben, dann macht sich das bemerkbar. Aber das ist auf internationale Umstände zurückzuführen, insbesondere auf die neue Zinspolitik der Vereinigten Staaten, die viel Unsicherheit geschaffen hat“, erklärte Abinader.

Der Präsident betonte, das Ziel seiner Regierung sei es, das Wirtschaftswachstum auf 3,5 % zu steigern – „das Doppelte des regionalen Durchschnitts“, mit Ausnahme von Guyana.

Trotz der derzeitigen Herausforderungen bezeichnete Abinader die dominikanische Wirtschaft als „internationales Lichtsignal“ und hob hervor, dass das Land im regionalen Vergleich ein doppeltes Wachstum verzeichne. Außerdem sei die ausländische Direktinvestition von 2,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2012 auf 4,5 Milliarden im Jahr 2024 gestiegen.

„Ebenso haben wir die niedrigste Informalitätsrate der Geschichte erreicht, mit über fünf Millionen Beschäftigten. Der Mindestlohn in großen Unternehmen stieg von weniger als 10.000 RD$ im Jahr 2012 auf über 26.000 RD$ im Jahr 2025“, betonte der Staatschef.