Die Dominikanische Republik festigt ihre Position als wichtiges logistisches Drehkreuz und bedeutendes Ziel des Kreuzfahrttourismus in der Karibik.
Im bisherigen Verlauf von 2025 hat das Land über 1,27 Millionen Kreuzfahrtpassagiere empfangen, eine Zahl, die die bisherigen Rekorde deutlich übertrifft. Das gaben Präsident Luis Abinader und der Generaldirektor der Hafenbehörde Apordom, Jean Luis Rodríguez, bei ihrem Auftritt in „La Semanal“ bekannt.
Die Prognose für das Jahresende liegt bei 510 Kreuzfahrtschiffen, was einem Zuwachs von fast 400 000 Besuchern im Vergleich zu 2023 entsprechen würde.
Bei einer Bilanzrede hob der Staatschef hervor, dass diese Fortschritte Teil einer beispiellosen strukturellen und finanziellen Transformation von Apordom seien.
„Wir haben ein effizientes und rentables Management mit soliderer Finanzbasis. In über vier Jahren haben wir Schulden in Höhe von 1,3 Milliarden Pesos abbezahlt, und die monatlichen Einnahmen sind von 56 Millionen auf 140 Millionen Pesos gestiegen, was einen jährlichen Überschuss von 250 Millionen Pesos ermöglicht hat, der in Investitionen geflossen ist“, betonte der Präsident.
Er präzisierte, dass die Investitionen, größtenteils aus eigenen Mitteln, die Modernisierung des nationalen Hafennetzes ermöglicht haben. Azua, Barahona, Puerto Plata, Cabo Rojo und Samaná, die zu 90 % von Apordom verwaltet werden, haben zusammen mehr als 170 Millionen US-Dollar an Investitionen erhalten.
Zu den wichtigsten Projekten gehören:
- Hafen Azua: Ausbau mit einer Investition von 14 Millionen US-Dollar.
- Barahona: Reparatur der Anlegestellen 3 und 4 mit einer Gesamtsumme von über 830 Millionen Pesos (132 Millionen von Apordom und 712 Millionen vom Tourismusministerium Mitur). Barahona soll ab 2026 Kreuzfahrtschiffe empfangen können.
- Puerto Plata: neue Infrastruktur für 101 Millionen US-Dollar, einschließlich eines Themenparks am Hafen.
- Samaná: Ausbau, der ermöglicht hat, an Spitzentagen bis zu drei Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig zu empfangen.
Außerdem kündigte der Präsident an, dass ein dominikanisches Privatkonsortium mit Erfahrung in der Hafenlogistik die Entwicklung eines multimodalen Hafens in Barahona (weiter östlich) prüft, was die operative Kapazität des Landes weiter steigern könnte.
In Bezug auf die Eigentumstitel der Grundstücke teilte Abinader mit, dass bereits 60 % der zuvor titellosen Hafenflächen nun rechtlich auf Apordom eingetragen sind. Das erhöhe die Rechtssicherheit und erleichtere die Gewinnung privater Investitionen, berichtete El Dia.
Die Modernisierung betrifft auch das Personal. 2023 wurde das Institut für Hafenausbildung eingeweiht, das bereits über 450 Studierende aus dem maritimen Bereich ausgebildet hat und so die Logistik des Außenhandels – entscheidend für die dominikanischen Exporte und Importe – verbessert.
Abschließend erinnerte Jean Luis Rodríguez daran, dass der bisherige Rekord bei 1,13 Millionen Kreuzfahrtgästen im Jahr 2019 lag, eine Zahl, die inzwischen um mehr als 140 % übertroffen wurde.
„Heute können wir sagen, dass die Dominikanische Republik nicht nur ein touristisches Ziel ist, sondern auch ein hochrangiges logistisches Drehkreuz der Region“, schloss er.
