nach Streit um eine Immobilie

Mann zu 30 Jahren Haft verurteilt, weil er Deutschen in Puerto Plata tötete

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Ein Mann wurde zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er im Jahr 2023 einen deutschen Staatsbürger im Viertel Ensanche Dubreau (Los Callejones) in Puerto Plata getötet hatte, teilte die Generalstaatsanwaltschaft (PGR) am Montag mit.

In einer Mitteilung wurde präzisiert, dass Waster Rafael Mancebo Pérez für schuldig befunden wurde, den Deutschen Gunther Holger Botschek am 16. Januar 2023 in einem Haus in diesem Viertel getötet zu haben, nachdem es zu einem Streit um die Immobilie gekommen war. Er muss die Strafe im Strafvollzugszentrum San Felipe in Puerto Plata verbüßen.

VERKAUFSVERTRAG FÜR GRUNDSTÜCK DES AUSLÄNDERS GEFÄLSCHT

Im Verfahren wurde festgestellt, dass der Verurteilte 2021 einen Kaufvertrag für das Grundstück des Deutschen fälschte. Die Unterschrift wurde vom Nationalen Institut für Rechtsmedizin (Inacif) als nicht authentisch bestätigt.

Laut Anklageakte wurde die Leiche des deutschen Staatsbürgers in der Wohnung mit deutlichen Spuren von Gewalt und einer Stichwunde im Hinterkopf gefunden. Neben dem Toten befand sich Mancebo Pérez mit Blutspuren an Händen und unter den Fingernägeln sowie in auffällig ausweichendem Verhalten.

DER AUSLÄNDER WURDE VOR DER TÖTUNG GEFOLTERT

Die Autopsie ergab, dass der Tod durch ein schweres, mehrfaches stumpfes Trauma verursacht wurde, das durch Schläge mit harten Gegenständen entstand.

Zudem wies der Körper Anzeichen von Strangulation sowie zahlreiche Schnitt- und Schürfwunden an Brustkorb, Hals, Gesicht und anderen Körperteilen auf. Die Todesursache wurde als zerebrale Hypoxie infolge dieser Gewaltakte klassifiziert und als gewaltsamer Tod mit medizinisch-rechtlicher Einschätzung als Mord eingeordnet.

Die Taten wurden als Verstöße gegen die Artikel 150, 151, 295, 296 und 302 des Dominikanischen Strafgesetzbuches eingestuft, die die Straftaten Mord, Fälschung und Gebrauch gefälschter Dokumente unter Strafe stellen.