Zwischen dem 1. Oktober des Vorjahres und dem 22. Juli dieses Jahres hat die Dirección General de Migración (DGM) insgesamt 301.149 Personen ohne gültige Aufenthaltsdokumente aus der Dominikanischen Republik abgeschoben. Dies teilte der Generaldirektor der DGM, Vizeadmiral Rafael Lee Ballester, bei einem Besuch des Migrationsverarbeitungszentrums in Haina mit.
Verstärkung der Migrationskontrollen
Ab kommender Woche werden rund 400 neue Migrationsbeamte ihren Dienst antreten. Sie haben zuvor eine Ausbildung durchlaufen, die auch ein physisches Training umfasst. Zunächst werden sie in 19 Provinzen eingesetzt, mit dem Ziel, bis Ende 2025 in allen 32 Provinzen eine operative Präsenz aufzubauen.
Zum Zentrum von Haina
Lee Ballester stellte klar, dass das Zentrum keine Haftanstalt, sondern ein Übergangs- und Prüfzentrum sei, in dem die Migrationssituation festgenommener Personen überprüft werde. Er versicherte, dass dort die Menschenrechte geachtet und die internationalen Abkommen eingehalten würden, die das Land unterzeichnet hat.
Das Zentrum wird derzeit modernisiert – mit Verbesserungen in Gemeinschaftsbereichen, verstärkter Sicherheit, erweitertem medizinischem Angebot und angepassten Räumen.
Zwei neue Zentren geplant
Parallel dazu plant die Migrationsbehörde neue Verarbeitungszentren in Pedernales und San Francisco de Macorís sowie die Stärkung bestehender Einrichtungen in Santiago, Benerito, Dajabón, Comendador und Jimaní.
Fälschungen und Sicherheitsmaßnahmen
Die DGM berichtet außerdem über eine Zunahme gefälschter Migrationsdokumente, darunter Pässe und Visa, insbesondere bei Anträgen auf Arbeitserlaubnis. Aus diesem Grund wurden die Verifizierungsverfahren deutlich verschärft.
Migrationspolitik der Regierung
Bereits im Oktober hatte die Regierung einen Deportationsplan eingeführt, mit dem wöchentlich 10.000 Personen abgeschoben werden sollten, um die irreguläre Migration einzudämmen.
Zusätzlich kündigte Präsident Luis Abinader im April dieses Jahres 15 neue Maßnahmen gegen die Migration aus Haiti an – ein Zeichen für die verschärfte Einwanderungspolitik der Regierung.
